Die israelische Armee trifft auf starken Widerstand
publiziert: Dienstag, 6. Jan 2009 / 07:07 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 7. Jan 2009 / 10:44 Uhr

Tel Aviv/Gaza - Israelische Panzergranaten haben nach Angaben von Ärzten mindestens 40 Palästinenser nahe einer Schule der Vereinten Nationen im Gazastreifen getötet.

Panzer rollten bereits am Morgen in Chan Junis ein. (Archivbild).
Panzer rollten bereits am Morgen in Chan Junis ein. (Archivbild).
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Getroffen wurde eine Schule in Dschabalija im Norden des Gazastreifens, in der die UNO Flüchtlinge untergebracht habe, wie die Rettungskräfte mitteilten.

Am Morgen waren bereits fünf Todesopfer bei zwei Angriffen auf Schulen des UNO-Büros für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) im Flüchtlingslager Schati in der Nähe von Gaza sowie in Chan Junis im Süden des Gazastreifens gemeldet worden.

Bei einem weiteren israelischen Angriff wurden nach palästinensischen Angaben mindestens zwölf Mitglieder einer Familie, darunter sieben Kinder, getötet. Israel habe zwei Raketen auf das vierstöckige Haus eines Familienclans im Viertel Seitun abgeschossen, berichteten Augenzeugen.

Israel lehnt Waffenruhe ab

Rund ein Dutzend weitere Häuser seien bei dem Angriff beschädigt worden. Seit Beginn der israelischen Angriffe im Gazastreifen wurden laut palästinensischen Rettungskräften seit Beginn der israelischen Offensive mehr als 575 Palästinenser getötet und mehr als 2780 verletzt. Internationale Forderungen nach einer Waffenruhe lehnt Israel weiter ab.

Die israelische Armee dringt bei ihrem Vormarsch im Gazastreifen immer weiter vor und trifft dabei auf starken Widerstand. Auf israelischer Seite starben binnen weniger Stunden vier Soldaten. Drei von ihnen wurden von eigenen Truppen versehentlich getötet, 24 weitere verletzt, sagte eine Armeesprecherin.

Wenig später teilte die Armee mit, ein Offizier sei während der Kämpfe im nördlichen Gazastreifen ums Leben gekommen. Damit stieg die Zahl der seit Beginn der Offensive getöteten israelischen Soldaten auf fünf.

Sarkozy drängt Syrien

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hat Syrien unterdessen dazu gedrängt, sich um Frieden in Nahost zu bemühen und Druck auf die palästinensische Hamas auszuüben.

Syrien müsse auf die Handlungsträger und besonders die radikal-islamische Hamas einwirken, «damit wieder Frieden herrscht», sagte Sarkozy nach einem Gespräch mit seinem syrischen Kollegen Baschar el Assad in Damaskus.

(smw/sda)

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