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Die meisten Raucher wollen aufhören
publiziert: Freitag, 6. Mai 2011 / 08:20 Uhr
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Zigaretten Stummel in einem Aschenbecher.
Zigaretten Stummel in einem Aschenbecher.

Lausanne - Fast drei Viertel der Raucher möchten ihr Laster aufgeben. Doch für die meisten ist dies laut eigenen Angaben ein schwieriges Unterfangen, wie eine Studie in Lausanne zeigt. Nur jeder Fünfte will in unmittelbarer Zukunft einen Versuch wagen.

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Zwar deuten jüngste Zahlen darauf hin, dass die Zahl der Raucher in der Schweiz leicht abnimmt. Aber wie viele Raucher aufhören wollen und wie schwer ihnen dies fällt, ist wissenschaftlich ungenügend untersucht. Forscher der Universität und des Universitätsspitals Lausanne befragten deshalb 1265 Raucherinnen und Raucher in Lausanne.

Darunter befanden sich 607 Männer und 658 Frauen. Die Auswertung zeigte, dass die männlichen Raucher im Durchschnitt mehr rauchen als die Frauen und abhängiger sind vom Nikotin. Zudem rauchen Männer öfter auch andere Tabakprodukte als Zigaretten, wie die Wissenschaftler im Fachmagazin «BMC Public Health» schreiben.

Die Morgenzigarette

Keinen Geschlechterunterschied gibt es dagegen bei der so genannten Zigarette am Morgen: 19 Prozent der Befragten rauchen ihre erste Zigarette des Tages in den ersten fünf Minuten nach dem Aufstehen, 51 Prozent spätestens eine halbe Stunde nach dem Aufstehen.

Ungefähr 90 Prozent der Frauen und 85 Prozent der Männer erachten es als «schwierig» oder «sehr schwierig» für sich selber, mit dem Rauchen aufzuhören. Trotzdem würden die meisten das Laster gerne aufgeben: 73 Prozent der Frauen und 71 Prozent der Männer.

Allerdings ist das für die meisten eher ein langfristiges Ziel: Weniger als ein Fünftel der Befragten gaben an, innerhalb der nächsten 30 Tage einen Rauchstopp-Versuch starten zu wollen. 40 Prozent sagten gar, sie seien nicht daran interessiert, im kommenden halben Jahr aufzuhören.

Im Alter sinkt Motivation

Die Absicht aufzuhören steigt mit der Nikotinabhängigkeit und mit der Anzahl bereits früher unternommener Versuche. Sie ist auch grösser bei Raucherinnen und Rauchern, die sich viel bewegen oder die eine Atemwegerkrankung hatten. Mit dem Alter dagegen, vor allem über 65 Jahren, sinkt die Motivation aufzuhören.

Die Studie stützt sich auf Daten der CoLaus-Studie, einer seit 2003 laufenden Langzeituntersuchung mit über 6000 Menschen aus Lausanne. Die Raucherstudie könnte deshalb eine Fortsetzung erfahren. Die Forscher hoffen, so Faktoren zu finden, die einem erfolgreichen Rauchstopp förderlich sind.

(bert/sda)

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