Russland wählt neuen Kreml-Chef
Die russischen Wähler schreiten zur Urne
publiziert: Sonntag, 4. Mrz 2012 / 09:55 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 4. Mrz 2012 / 10:12 Uhr
Rund 110 Millionen Menschen sind aufgerufen, den Nachfolger von Kremlchef Dmitri Medwedew zu bestimmen.
Rund 110 Millionen Menschen sind aufgerufen, den Nachfolger von Kremlchef Dmitri Medwedew zu bestimmen.

Moskau - Russland wählt unter grossen Sicherheitsvorkehrungen und einem bisher beispiellosen Einsatz von Beobachtern einen neuen Präsidenten. Nach der Hauptstadt Moskau öffneten am Sonntagmorgen die Wahllokale in der letzten der neun Zeitzonen, in der westlichen Exklave Kaliningrad.

4 Meldungen im Zusammenhang
Erstmals konnten die Menschen wegen befürchteter Manipulationen die Abstimmung über Internetkameras auf der Seite webvybory2012.ru live in den meisten der landesweit 96'000 Wahllokale verfolgen. Das sei eine Weltpremiere, sagte Wahlleiter Wladimir Tschurow.

Im flächenmässig grössten Land der Erde sind rund 110 Millionen Menschen aufgerufen, den Nachfolger von Kremlchef Dmitri Medwedew zu bestimmen. Dieser wird nach einer Verfassungsänderung erstmals für sechs Jahre gewählt, zwei Jahre länger als bisher.

Unter den fünf Kandidaten gilt Regierungschef Wladimir Putin als Favorit. Er war bereits von 2000 bis 2008 Präsident gewesen. Im Fall seines Sieges will Putin seinen politischen Ziehsohn Medwedew in einem umstrittenen Ämtertausch zum Regierungschef machen.

Zehntausende Beobachter

Nach der umstrittenen Parlamentswahl im Dezember hat die Zivilgesellschaft eine nie dagewesene Zahl an Beobachtern mobilisiert. Zehntausende wollen Wahlfälschungen verhindern. Auch internationale Beobachter unter anderem von der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) sind im Einsatz.

Als erster Kandidat gab der Multimilliardär Michail Prochorow im Gebiet Krasnojarsk in Sibirien seine Stimme ab, wie die Nachrichtenagentur Interfax meldete. Der 46-Jährige ist das einzige neue Gesicht unter den Bewerbern.

Mit im Rennen sind auch Kommunistenchef Gennadi Sjuganow, der Ultranationalist Wladimir Schirinowski und der linkskonservative Politiker Sergej Mironow. Putins Mitbewerber hoffen auf eine Stichwahl.

Wegen Protestaktionen festgenommen

Die Opposition hat aus Protest gegen die aus ihrer Sicht unfaire Wahl und wegen Mangels an politischem Wettbewerb Massenkundgebungen angekündigt. Ihr Kandidat Grigori Jawlinski war nicht zugelassen worden. Rund 450'000 Sicherheitskräfte sind im Einsatz, um einen störungsfreien Wahlverlauf zu garantieren.

(asu/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Moskau - Begleitet von massiven Betrugsvorwürfen und ... mehr lesen
Verläuft die Präsidentschaftswahl in Russland in fairen Bahnen?
Regierungschef Wladimir Putin gilt als Favorit.
Moskau - Stimmabgabe bei minus ... mehr lesen
Ist gerade noch gut gegangen für Wladimir Putin.
Moskau - Nur Tage vor der ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Der erste Wahlgang soll annuliert werden.
Der erste Wahlgang soll annuliert werden.
Untersuchungskommission empfiehlt Neuwahlen  Port-au-Prince - Angesichts Haitis anhaltender Wahlkrise hat eine unabhängige Untersuchungskommission Neuwahlen für das Präsidentenamt empfohlen. Der Leiter der Kommission, François Benoit, riet am Montag zur Annullierung des ersten Wahlgangs der Präsidentenwahl. mehr lesen 
Befürworter holen auf  London - Die Gegner eines Verbleibs Grossbritanniens in der EU holen einer neue Umfrage zufolge auf. In einer am Montag vorab verbreiteten Erhebung für den «Daily Telegraph» behaupten die Befürworter eines Verbleibs in der EU mit 51 gegen 46 Prozent zwar eine Mehrheit. mehr lesen  
US-Wahlen  Washington - Der US-Republikaner Marco Rubio will nicht als Vize-Präsidentschaftskandidat ... mehr lesen  
Mit 55,8 Prozent der Stimmen  Orlando - Im US-Wahlkampf hat die libertäre Partei den ehemaligen Gouverneur Gary Johnson zu ihrem Kandidaten für die Präsidentschaftswahl gekürt. Der 63-Jährige erhielt beim Parteitag am Sonntag im zweiten Wahlgang 55,8 Prozent der Stimmen. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 2°C 6°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Schnee Wolkenfelder, Flocken
Basel 4°C 7°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, Flocken wechselnd bewölkt
St. Gallen 1°C 4°C Schneeschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt, etwas Schnee bewölkt, etwas Schnee
Bern 3°C 5°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, Flocken freundlich
Luzern 4°C 5°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt, etwas Schnee bewölkt, etwas Schnee
Genf 3°C 7°C Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Schnee freundlich
Lugano 4°C 8°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten
 
 
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.news.ch/ajax/seminar.aspx?ID=291&lang=de