Handball-WM
Die üblichen Verdächtigen
publiziert: Mittwoch, 14. Jan 2015 / 10:52 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 14. Jan 2015 / 13:11 Uhr
Frankreich, Spanien, Kroatien und Dänemark gehören zu den Favoriten.
Frankreich, Spanien, Kroatien und Dänemark gehören zu den Favoriten.

Mit Olympiasieger und Europameister Frankreich, Titelverteidiger Spanien, Dänemark und Kroatien gehören an der morgen beginnenden Handball-WM in Katar die «üblichen Verdächtigen» zu den Topfavoriten. Das Turnier warf bereits einige Schatten voraus.

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Es müsste sehr viel passieren, dass der Handball-Weltmeister 2015 nicht Frankreich, Spanien, Dänemark oder Kroatien heisst. Bei den letzten sieben WM-Turnieren gewann dreimal Frankreich den Titel (2001, 2009, 2011), zweimal holte Spanien Gold (2005, 2013) und einmal Kroatien (2003). Die Dänen erreichten bei den letzten beiden Weltmeisterschaften jeweils den Final. An den letzten fünf Olympischen Spielen triumphierten je zweimal Frankreich (2008, 2012) und Kroatien (1996, 2004). Bei Europameisterschaften standen seit 2006 abwechselnd Frankreich und Dänemark zuoberst auf dem Podest.

Onesta setzt auf gleiche Mannschaft

Die Auflistung zeigt, wen es in erster Linie zu schlagen gilt: Frankreich. Die «Equipe tricolore» schafft es trotz der vielen Erfolge immer wieder, an die Leistungsgrenze zu gehen - fünf Spieler waren bereits beim EM-Titel 2006 mit dabei. Trainer Claude Onesta kann praktisch auf die gleiche Mannschaft wie beim EM-Triumph im vergangenen Jahr zählen, als die Franzosen im Final gegen Dänemark diskussionslos 41:32 gewannen. Allerdings muss er mit Luca Abalo, der wegen Adduktorenproblemen Forfait erklärte, auf einen Leistungsträger verzichten. Der Ausfall des sprunggewaltigen rechten Flügels wiegt schwer.

Dennoch dürfte alles andere als Gold eine Enttäuschung für die Franzosen sein. Diese streben ihren fünften WM-Titel an, womit sie alleiniger Rekordhalter wären. Bislang sind sie gleichauf mit Schweden und Rumänien. Der Titel in Doha gewinnt noch an Bedeutung, als der Weltmeister direkt für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro qualifiziert ist. Jene Teams auf den Rängen 2 bis 7 haben einen Startplatz in den drei Qualifikationsturnieren im April 2016 auf sicher.

Startplatz wurde Australien weggenommen

Im Vorfeld der WM hatte es einige unrühmliche Geschichten gegeben. So wurde Australien, das sich mit einem Sieg gegen Neuseeland für das Turnier qualifiziert hatte, der Startplatz weggenommen. Die Begründung des Weltverbandes (IHF) lautete, dass Ozeaniens Handball keine Fortschritte mache und der Kontinentalverband ausserdem nicht genug Mitgliedsländer habe. Das war allerdings schon vorher bekannt, was den Entscheid fragwürdig macht. Die Wildcard wurde an Deutschland, den Weltmeister von 2007, vergeben - die für die IHF wichtige DHB-Auswahl war in den Playoffs hauchdünn an Polen (52:54) gescheitert.

Mehr als eine Aussenseiterchance wird den Deutschen nicht eingeräumt, auch weil gleich vier Rückraumspieler fehlen. «Für mich ist entscheidend, dass unsere Gegner wieder Respekt vor uns bekommen», sagte Trainer Dagur Sigurdsson in einem Interview auf spox.com. «Die Handball-Welt soll sagen: Die Deutschen sind wieder da!» Zumindest die Testspiele lassen auf eine erfolgreiche WM hoffen.

Deutschland, Island und Saudi-Arabien rückten nach

Nicht nur Deutschland rückte nachträglich ins Teilnehmerfeld nach, sondern auch Island und Saudi-Arabien. Diese beerbten Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate, die zuerst auf einen Start verzichteten, dann doch mitspielen wollten, ehe der Weltverband sie ausschloss und büsste. Damit stand das Teilnehmerfeld erst am 21. November fest. Aufgrund der Änderungen kommen 15 der 24 Mannschaften aus dem den Handball-Sport dominierenden Europa, das sind so viele wie noch nie. Erstmals mit dabei ist der Iran.

Die NLA ist in Katar mit drei Spielern vertreten, die allesamt bei St. Otmar St. Gallen engagiert sind und im Aufgebot von Tschechien stehen. Es sind dies Torhüter Martin Galia sowie die Aufbauer Tomas Babak und Jakub Szymanski. Trainer bei den Osteuropäern ist Jan Filip, der noch bis Ende Saison in gleicher Funktion bei St. Otmar tätig ist.

Teure Angelegenheit

Die Organisatoren liessen sich das Turnier einiges Kosten. So wurden drei neue Arenen gebaut, wobei die grösste Halle ein Fassungsvermögen von 15'300 Zuschauern hat. Sämtliche Partien werden in Doha ausgetragen, Reisezeiten gibt es für die Teams praktisch keine. Es muss sich allerdings zeigen, ob auch die Stimmung WM-würdig sein wird. Es gibt Gerüchte, dass Zuschauer bezahlt werden, damit sie in die Hallen kommen.

(flok/Si)

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