Die wahre Liebe wartet im Web
publiziert: Samstag, 16. Aug 2008 / 10:19 Uhr / aktualisiert: Samstag, 16. Aug 2008 / 10:35 Uhr

Pasadena - Die wahre Liebe findet man heute am ehesten im Internet. Dies gilt insbesondere für Menschen, die bereits das 45. Lebensjahr überschritten haben. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommt eine aktuelle Untersuchung des Marktforschungsunternehmens Harris Interactive.

Fast jedes fünfte Paar lernte sich im Netz kennen.
Fast jedes fünfte Paar lernte sich im Netz kennen.
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Demnach hat eine Auswertung von über 10'000 US-Bürgern, die während eines bestimmten 18-monatigen Zeitraums zwischen 2006 und 2007 geheiratet hatten, ergeben, dass 19 Prozent der späteren Paare sich über das Web kennengelernt haben.

Rund 17 Prozent gaben hingegen an, das erste Mal am Arbeitsplatz aufeinander aufmerksam geworden zu sein. Weitere 17 Prozent haben sich eigenen Angaben zufolge über den eigenen Freundes- und Bekanntenkreis kennengelernt. Besonders bei der Altersgruppe 45-Plus scheint das Netz ein beliebter Ort zur Kontaktaufnahme zu sein. Rund 31 Prozent der befragten Paare zwischen 45 und 54 Jahren gaben an, sich im Web ineinander verliebt zu haben.

Gesellschaftliche Etablierung

«Dem Internet kommt bei der Partnersuche eine stark zunehmende Bedeutung zu», erklärt Galen Buckwater, Forschungsleiter der Abteilung Search and Development bei dem Online-Partnervermittlungsdienst eHarmony, der die aktuelle Studie in Auftrag gegeben hat. Die Suche der wahren Liebe im Web habe sich in wenigen Jahren auch gesellschaftlich etablieren können.

«Eine Partnersuche ohne Einsatz des Internets wird bald so aussichtslos sein wie das zufällige Suchen einer bestimmten Adresse ohne den entsprechenden Stadtplan», meint Buckwater. Der steigende Trend zur Online-Partnersuche zeige sich am deutlichsten, wenn man die aktuellen Untersuchungsergebnisse mit Zahlen aus den Vorjahren vergleicht. So ergab eine ähnliche Studie, bei der an die 5000 Paare, die zwischen September 2004 und August 2005 geheiratet hatten, befragt worden sind, dass 14 Prozent sich online kennengelernt haben. Rund 20 Prozent trafen sich erstmals am Arbeitsplatz und 17 Prozent über Freunde.

«Legitime Methode»

«Noch vor wenigen Jahren war die Partnersuche im Internet gesellschaftlich noch nicht sehr angesehen», schildert Anna Kalisch, Pressesprecherin der Online-Parntervermittlung ElitePartner , auf Anfrage von pressetext. Mittlerweile habe sich die Situation aber grundlegend geändert. «Die Suche nach einer neuen Liebe im Netz wird heute als ganz normale, legitime Methode angesehen. Jeder sechste Internetnutzer findet inzwischen einen Partner im Web», stellt Kalisch fest.

Der eigene Vermittlungsservice verzeichne zur Zeit über eine Mio. registrierte Kunden im gesamten deutschsprachigen Raum. «Die Tendenz ist klar steigend. Vor einem Jahr hatten wir noch 750'000 Mitglieder», erläutert Kalisch. «Vor allem für ältere Menschen, die nicht mehr so oft ausgehen wie jüngere, wird die Online-Partnersuche zunehmend als Alternative eingesetzt», ergänzt Kalisch.

Im Netz getäuscht

Neben einer seriösen Partnervermittlung gebe es im Internet noch eine Vielzahl anderer Möglichkeiten, eine neue Liebe zu finden. «Es gibt eine Unmenge verschiedener Dating-Portale und Flirt-Seiten.

Bei derartigen Angeboten ist aber die Vertrauensfrage ein wesentliches Thema», merkt Kalisch an. So könne man dort zumeist nicht ausschliessen, dass Nutzer sich durch falsche Angaben zu ihrer Person oder ihrem Aussehen attraktiver darstellen würden, als sie in Wahrheit sind. «Bei seriösen Online-Partnervermittlungsdiensten ist die Chance getäuscht zu werden wesentlich geringer», so Kalisch abschliessend.

(ht/pte)

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