Dies und Das aus Turin
publiziert: Dienstag, 14. Feb 2006 / 21:10 Uhr

Markus Keller nahm den Begriff «Freestyle» wieder einmal wörtlich. Den Rucksack liess der Halfpipe-Spezialist über Nacht im Schnee liegen, die Akkreditierung verlor der Ostschweizer «Chaote» gar.

Der «Freestyler» Markus Keller.
Der «Freestyler» Markus Keller.
Deshalb musste er für den letzten Tag in Bardonecchia einen «Day Pass» beantragen und sich den Zugang zum Athleten-Bereich mit Pins «erbetteln».

Föhneinbruch bei Swiss Ski

Der tägliche Team-Chef-Rapport von Gian Gilli fiel nach den Feierlichkeiten von Bruno Kernen etwas unorthodoxer als üblich aus. «Viele Betreuer und Mitarbeiter haben am Vormittag nach der Feier unter dem Föhneinbruch gelitten. Die Doks waren gefragte Leute, Aspirin heisst die Zaubermedizin. Der Bronzekater hat Spuren hinterlassen...»

E-Mail-Verkehr

Swiss Olympic pflegt die mehreren Hundert Partner jeweils am Abend und Morgen per Mail mit den «Olympic Team News» zu versorgen. Vom Schweizerischen Verband für Sport in der Schule traf folgende Replik ein: «Bestätigung Ihrer Anmeldung für den SVSS-Kurs 4606.» Der Kurs würde sich mit der «Qualität im Sportunterricht» befassen. Ob sich die Teilnehmer auch mit dem Studium von elektronischen Botschaften auseinandersetzen werden, bliebe zu klären.

Temporär im Exil

Am Vorabend des ersten Bob-Trainings weilte der Schweizer Sportchef Dominik Scherrer nicht etwa in der olympischen Region, sondern im Oberengadin. Scherrer wurde am Sonntag dazu «verdonnert», umgehend von Sestriere nach St. Moritz zu reisen, um die athletischen Trainings der Frauenteams zu leiten. Scherrer soll rechtzeitig auf den Beginn des Zweierbob-Trainings der Männer heute Mittwochabend wieder in Cesana sein.

Overtime im Lift

Ungemütliche Minuten verbrachte ein Quintett der Schweizer Eishockeyaner. Auf dem Weg in die Unterkunft blieb der Lift stecken. Erst nach über einer Viertelstunde beendete ein Monteur die Overtime der Cracks.

Quotenrückgang bei NBC

In den USA interessieren die Winterspiele derzeit nur marginal. NBC erreichte am Auftaktwochenende einen geringen Marktanteil von 13,2 Prozent. Im Vergleich zur Veranstaltung in Salt Lake City sackten die Zahlen damit um 35 Prozent ab. Höchstwerte hatte die TV-Anstalt, die 485 Millionen Euro für die Übertragungsrechte auslegte, vor zwölf Jahren in Lillehammer (im Schnitt 44,1 Prozent) erreicht.

Die Schlammspiele

Von der weissen Pracht ist in Italien wenig zu spüren. Athleten und Zuschauer sind mehr und mehr mit Stiefeln oder schwerem Schuhwerk unterwegs. Die warmen Temperaturen haben viele öffentlichen Plätze in Schlammfelder verwandelt. Liechtensteins Ski-Ass Marco Büchel nannte das olympische Dorf gar ein «Drecksloch».

Deutschland mit «belgischen» Mützen

Für die falsche Farbkombination auf den Mützen von rund 30 deutschen Olympia-Teilnehmern entschuldigte sich der Ausrüster Adidas nun. Die Biathletin Martina Glagow beispielsweise war am Montag mit einer «belgischen» Kappe zur Bronze-Medaille gestürmt.

Blackout in der US-Wagenburg

Die «US-Camper» Bode Miller, Daron Rahlves und Julia Mancuso bekundeten in Sestriere beim Aufbau ihrer Wagenburg gewisse Startprobleme. Als Mancuso ihr Wohnmobil mit Strom aus einem angrenzenden Hotel versorgte, brach das Netz zur nächtlichen Stunde komplett zusammen. Miller reagierte gemäss Mancusos Überlieferung ziemlich ungehalten auf das Blackout.

Haseks Ausrüstung ist da

Der tschechische Hockey-Goalie Dominik Hasek kann nun am Mittwoch doch mit seiner eigenen Ausrüstung zum Startspiel gegen Deutschland antreten. Der 40-Jährige musste die ersten Trainings in Turin mit geliehenem Material absolvieren. Haseks Gepäck war auf dem Weg von Ottawa via Washington und Mailand nach Turin irgendwo liegen geblieben.

«Schweizer» Vorläufer

Die Wettkämpfe auf der Buckelpiste finden bekanntlich ohne Schweizer Beteiligung statt. Mit dem in Süditalien aufgewachsenen Roland Albanese nimmt immerhin ein Athlet mit helvetischer Vergangenheit am olympischen Wettkampf teil, allerdings nur als einer von vier Vorfahrern. Bis vor vier Jahren gehörte er dem Schweizer Kader an, ehe sich der 28-jährige «Wahlzürcher» dem Verband seines Heimatlandes anschloss. Die Olympia-Qualifikation verpasste er bei letztmöglicher Gelegenheit nur knapp.

(bert/Si)

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