«Diese Strecke ist auf mich zugeschnitten»
publiziert: Montag, 13. Feb 2006 / 17:16 Uhr / aktualisiert: Montag, 13. Feb 2006 / 21:41 Uhr

Martina Schild war die grosse Nummer im zweiten Training zur Abfahrt vom Mittwoch. Dank ihrer Bestzeit wurde sie zur gefragten Figur, selbst für die internationale Presse.

«Eine Medaille, das will ja an Olympischen Spielen jede.»
«Eine Medaille, das will ja an Olympischen Spielen jede.»
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Werner Eisenring sprach mit der 24-jährigen Berner Oberländerin aus Grindelwald, die sich im internen Duell mit Monika Dumermuth für die Abfahrt vom Mittwoch qualifizierte.

Martina Schild, in Ihrer bisherigen Karriere erreichten Sie zwei Top-10-Plätze, einen 5. im Dezember 2005 und einen 6. im Dezember 2003, beide Male in St. Moritz. Nun haben Sie offensichtlich mit der Olympia-Strecke in San Sicario eine zweite Strecke gefunden, die Ihnen besonders liegt.

Martina Schild: «Letzten Winter bin ich hier erstmals gefahren. Die Piste hat mir schon damals gefallen, obwohl ich im Rennen nur 47. geworden war. Die Strecke ist auf mich zugeschnitten. Es gibt viele Kurven, coupiertes Gelände mit noch mehr Wellen als letztes Jahr und einige Sprünge.»

Bis vor dieser Saison taten Sie sich lange sehr schwer. Nach Ihrem ersten St. Moritzer Top-10-Ergebnis gerieten Sie in ein Tief. Doch nun läuft es plötzlich. Was sind die Gründe?

Martina Schild: «Im Sommer gab ich mir nochmals einen ´Schupf´. Ich habe das Training intensiviert, und vielleicht war es auch ein Vorteil, dass ich erst spät in der Saison das erste Weltcuprennen bestritt. Es stimmte früher vor allem im Kopf nicht.»

Arbeiten Sie mit neu einem Mentaltrainer?

Martina Schild: «Nein. Ich habe mir einfach gesagt, ich muss alles abhaken und neu anfangen. Früher war ich oft nahe dran, den Bettel hinzuschmeissen. Aber letztlich wollte ich nicht einfach so aufgeben.»

Sie teilen hier an den Olympischen Spielen mit Monika Dumermuth das Zimmer. Ausgerechnet gegen Ihre Berner Teamkollegin mussten Sie die Ausscheidung fahren. Haben Sie sich vorher miteinander über Ihr internes Duell unterhalten?

Monika Schild: «Nein. Wir sind nicht zusammengesessen. Eine musste ja ausscheiden. Das hätte auch ich sein können. Das ist Sport.»

Monika Dumermuth hat vor drei Jahren an den WM in St. Moritz in den Abfahrts-Trainings in ähnlichem Mass aufgetrumpft wie Sie jetzt und sich in einer Ausscheidung fürs Rennen qualifiziert. Im Rennen aber resultierte für Dumermuth nur der 10. Platz. Kann es zum Problem werden, wenn man ein Rennen vor dem Rennen fahren muss?

Monika Schild: «Das kann sein, die Gefahr besteht. Aber ich nehme das Positive aus der Situation. Ich kann ja unbelastet an die Sache herangehen, bin ohne Druck.»

Was haben Sie sich für das Abschlusstraining vorgenommen?

Martina Schild: «Ich versuche nochmals so zu fahren wie heute. Bezüglich der Nummer werde ich jedenfalls nicht taktieren. So gut bin ich noch nicht, dass ich mir so etwas leisten würde.»

Und was ist Ihr Ziel für die Abfahrt vom Mittwoch?

Martina Schild: «Eine Medaille, das will ja an Olympischen Spielen jede. Nach diesem Training kann ich positiver daran denken.»

(bert/Si)

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