Nach Jahren im Ziel
Differenzen zu Via Sicura sind ausgeräumt
publiziert: Dienstag, 12. Jun 2012 / 11:21 Uhr
Die Zahl der Todesopfer auf Strassen soll um einen Viertel gesenkt werden.
Die Zahl der Todesopfer auf Strassen soll um einen Viertel gesenkt werden.

Bern - Das Verkehrssicherheitspaket Via Sicura ist unter Dach und Fach. Der Nationalrat hat am Dienstag die letzte kleine Differenz zum Ständerat ausgeräumt. Dass Kinder künftig keinen Velohelm tragen müssen, stand bereits am Montag fest.

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Der Nationalrat sagte mit 120 zu 52 Stimmen deutlich Ja zum Massnahmenpaket. Die letzte Differenz war nicht mehr umstritten. Die grosse Kammer folgte der kleinen stillschweigend: Künftig müssen nur Bund und Kantone Sicherheitsbeauftragte für den Strassenverkehr ernennen. Die Gemeinden werden jedoch - entgegen der Absicht des Bundesrates - von dieser Pflicht ausgenommen.

Die letzte Differenz, die auch inhaltlich stark umstritten war, hatte der Ständerat bereits am Montag ausgeräumt. Er schwenkte auf die Linie des Nationalrats ein und lehnte die Helmpflicht für Kinder ab.

Leuenbergers «Vision Zero»

Das Massnahmenpaket Via Sicura hat eine lange Geschichte hinter sich. Bereits im Jahr 2000 hatte der damalige Bundesrat Moritz Leuenberger seine «Vision Zero» initiiert - Ziel waren keine Todesopfer mehr im Strassenverkehr. Davon musste Leuenberger aber Abschied nehmen.

Es entstand stattdessen das Massnahmenpaket Via Sicura, mit dem die Zahl der Todesopfer um einen Viertel gesenkt werden soll. Im Jahr 2008 kam das Paket in die Vernehmlassung und drei Jahre später ins Parlament. Nach der Vernehmlassung aus dem Paket gekippt wurden Finanzierungsinstrumente, mit welchen die Sicherheitsmassnahmen hätten bezahlt werden können.

Die Zahl der Todesopfer auf Schweizer Strassen ging in den letzten Jahren kontinuierlich zurück. Im Jahr 2010 starben noch 327 Menschen. Der Höchststand wurde 1971 mit 1773 Todesopfern erreicht.

(bg/sda)

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Wie würge ich . . .
. . . den Strassenverkehr ab ohne dass es die Leute merken? 1.: Der Infarkt. Durch Verlangsamung produziere ich künstlich mehr Verkehr auf der gleichen Fläche. 2.: Der Entzug. Ich schaffe Geschwindigkeiten, die es erlauben, dass Innerorts bereits ein Tempo von über 50 zum Billet Entzug führt (wobei Innerorts und Ausserorts längst schon dehnbare Begriffe wurden). 3.: Die Verteuerung: Ich belaste den Treibstoff mit Steuern und Abgaben und verwende das Geld dann für den Ausbau des ÖV. Via Sicura ist nicht die Rettung der Menschheit, sondern eine weitere Mogelpackung mit der die Schweiz den Bürgern Milliarden aus der Tasche zieht, während sich die Politiker längst mit dem Gratis-GA im Erstklass-Sessel zwischen der Schweiz und Bern bewegen. Mörci vioumou.
Da passt ja
Giezendanners Motion zur Abschaffung der Geschwindigkeitskontrollen genau rein. Freie Fahrt für seine Raser-Chauffere.
Via Mala
Das mit den Helmen für Kinder verstehe ich auch nicht.

In den letzten 20 Jahren hat sich sehr viel bei Fahrzeugen verändert. Airbags in fast allen Autos ausser Oldies, Seitenairbags, Seitenaufprallschutz, verbesserte Knautschzonen, Totwinkelwarngeräte, Bremsassistenten, Spurassistenten, etc., etc. Gemäss den Spinnern von Via Secura hat das alles keinen Einfluss auf die Statistiken, sondern ist nur ihren Glanz-Gesezten zu verdanken.

Wenn es nach Leuenberger gegangen wäre, hätte noch jeder Fussgänger einen Helm auf den Kopf und ein Kissen an den Hintern gekriegt und in allen Städten wären die Autos von Rollstuhlfahrern überholt worden. Bei den Geschwindigkeitslimiten und den Baustellen könnte man die Schweiz auch auf Valium durchfahren. Bin zwar nicht oft in der Schweiz, aber ich sehe nur immer Geisterbaustellen ohne Arbeiter. Vielleicht sollte man die Aufträge mal an Chinesen vergeben. Bei den Schweizer Bauzeiten und Preisen dürfte man zumindest ein römisches Delphin-Mosaik im Asphalt erwarten. Stattdessen lassen wir uns von den gleichen Firmen seit Jahrzehnten bescheissen.

Gehört wahrscheinlich auch zur Via Secura, dass der Verkehr überhaupt nicht mehr rollen soll. Alleine bei einer Diskussion ob die A1 auf der ganzen Länge 3spurig sein sollte, würde man sich im Ausland an den Kopf fassen.

Eine Massnahme die wirklich viel brachte war hingegen die neue Promillegrenze. Ansonsten würde es noch weniger Verkehrstote geben, wenn Schweizer ihre Autos schieben würden. Aber eben die Gesetze sind wieder für die DAB's und werden mit Kollektivstrafen umgesetzt.
eine weitere
Glanzleistung unserer Volkszertreter.

Kinder, die Schwächsten im Strassenverkehr, sollen auf Fahrrädern keinen Helm tragen müssen - brauchen also keinen besonderen Schutz?
Wie himmeltraurig und menschenverachtend ist denn sowas!

Egal, Hauptsache, die 'Visionen' des weltfremden Sesselklebers werden als Paket endlich Realität - um ihm ein Denkmal zu setzen?
.
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