Internet erobert das Wohnzimmer
Digital Upbeat - «Ich glotz (Google) TV»
publiziert: Mittwoch, 20. Okt 2010 / 09:23 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 20. Okt 2010 / 23:50 Uhr

Schweizer verbringen mehr Zeit im Internet (11.4 Stunden pro Woche) als vor dem TV-Bildschirm (11 Stunden). Das zeigt die Mediascope Europe 2010, eine Studie zur Internet-Nutzung. 5.4 Millionen Schweizer nutzen wöchentlich das Internet. Google, Apple und Microsoft kämpfen derzeit um die Gunst der TV-Konsumenten. Das Internet hält mit dem Start von Google TV nun auf breiter Front Einzug in die Wohnzimmer.

7 Meldungen im Zusammenhang
Weiterführende Links zur Meldung:

Google Leanback
Mit diesem Webdienst durchforstet der Anwender von Google TV künftig das Archiv von Youtube.
youtube.com/leanback

Ergebnisse der ARD/ZDF-Studie 2010
In Deutschland ist die Reichweite von Internet vergleichbar mit der des Fernsehens.
ard.de

Sony präsentierte letzten Samstag die ersten vier Fernseher mit Google TV. Mit den TV-Geräten soll der unbeschränkte Zugriff auf Internet-Inhalte möglich sein. Vorinstallierte Applikationen aus dem Android-Markt zur Nutzung von Internetdiensten wie etwa der Online-Videothek Netflix, Youtube, Amazons Video on Demand Angebot oder dem Musikdienst Pandora bringen beliebte Web-Anwendungen auf dem heimischen Bildschirm.



 Auch mit einem Gerät des Schweizer Unternehmens Logitech lässt sich das TV-Angebot des Suchgiganten nutzen. Zunächst ist Googles Internet-TV Konsumenten in den Vereinigten Staaten vorenthalten.

Web-TV für das Wohnzimmer

Suchgigant Google hat mit Sony einen Partner gefunden, der Inhalte aus dem Internet direkt auf den Fernseher bringt. Der Kunde landet per Knopfdruck im Internet. Im besten Fall merkt der Konsument gar nicht, dass er im Internet surft. Relevant ist einzig die Verfügbarkeit von interessanten Inhalten.



Mit einer speziellen Fernbedienung lassen sich Streifzüge durch das Internet bequem vom Sofa aus tätigen. Auch via Smartphone lassen sich die Multimedia-Inhalte steuern.


Die gleichzeitige Nutzung des TV- und Internet-Angebotes überfordere den durchschnittlichen Anwender, monieren Blogger.

Dem lässt sich entgegnen, dass Google die Multimedia-Inhalte nicht primär für die aktive Partizipation der Konsumenten („Jump in FX“) konzipiert hat. Vielmehr soll das Surfen im Internet zum gemeinsamen Erlebnis werden. TV-Geräte mit maximal 46-Zoll Bildschirmen bieten dazu die idealen Voraussetzungen. 


«Lean Back» - Multimedia-Sucher

Mit dem Webdienst namens «Lean Back» hat Google eine einfach zu bedienende Benutzeroberfläche für das Durchforsten von Internet-Archiven geschaffen. Der Suchdienst lässt sich auch im Internet testen und überzeugt in der Handhabung: Ähnlich wie TV-Programme, klickt sich der User etwa durch Youtube-Videos.

«Content is King» - Kostbarkeiten aus dem Archiv

Gerade die Öffnung von Video-Archiven, wie Sie etwas vom Schweizer Fernsehen für 2011 angekündigt wurde, erweitert die Auswahl von Online-Videos enorm. Qualitativ hochwertige und informative Sendungen werden so per Mausklick ins Wohnzimmer gebracht.

«Best of both Worlds» - Erlebniswelt Internet


Die Verschmelzung von Internet und TV ist für den Konsumenten aus drei Gründen interessant:


1) Angebotsvielfalt
Amazon will etwa ein riesiges Archiv mit Serien und Filme für eine monatliche Flat-Rate anbieten. Dazu gesellen sich die kostenlosen Videos ab Youtube. Auch Apple TV stellt tausende von Filmen und Serien zum Herunterladen bereit. Etwa via Internetvideothek Netflix.


2) Mehrwerte für den Konsumenten
Informationen zu Schauspielern oder kurze Trailer liessen sich etwa direkt zum Smartphone übertragen werden und mobil betrachtet werden. Wieso nicht die letzten zehn Minuten einer Serie am nächsten Morgen auf dem iPad anschauen. Ab 2011 kann jeder Anwendungen für Google TV schaffen.

3) Komfort und gemeinsames Erlebnis
Erstklassige Informationsangebote werden für die Darstellung auf dem TV-Bildschirm, erhältlich in den Grössen 24, 32, 40 und 46 Zoll, optimiert. Das gemeinsame Surfen im Internet wird zum «Kino»-Erlebnis. 


Internet-TV in der Schweiz: «Erst die Spitze des Eisbergs»

Via Swisscom TV lässt sich etwa während einer Serie der Pausenknopf betätigen. Eine Viertelstunde später setzt man das Programm fort. Einziger Wehrmutstropfen: Das Filmarchiv ist derzeit stark begrenzt. Genau hier dockt Google TV an: Jeder Content-Produzent wird die Chance nutzen, eine Applikation für das Internet-Fernsehen bereitzustellen.

Werbung: «FFWD»

Nicht zuletzt wegen der prophezeiten Werbeeinnahmen. Werbung geniesst in Web-Videos eine höhere Aufmerksamkeit als im klassischen Fernsehen. Dort langweilt sie mich, da sie nicht personalisiert ist. Der Konsument ist nicht mehr bereit, seine Zeit mit dem Konsum von Inhalten zu verschwenden, die ihm keinen Mehrwert bringen. Ich betätige regelmässig die FFWD-Taste der Swisscom TV Fernbedienung und entfliehe der sich wiederholenden Werbung.

Google TV: «Nice to Have?»

Die intelligente Verzahnung von Internet und TV ist für alle ein Gewinn: Der Zugriff auf das weltweite Archiv frohlockt. Der mässige Erfolg von Apple TV zeigt hingegen, dass die Anzeige von digitalen Inhalten aus dem eigenen Netzwerk auf dem TV-Bildschirm derzeit eine Nische bedient. Clevere Apps mit Mehrwert könnten die Wende sein: Etwa das Empfehlen von Serien oder Filmen.

Anreiz böten auch Rabatte, die den Gruppen-Einkauf belohnen: «Finde zehn Freunde», die zum Kauf der ersten Staffel der Serie «Human Target» gewillt sind und erhalte zwanzig Prozent Rabatt!). 



Internet hat in den Wohnzimmern mit dem iPad schon Einzug gehalten. Dem Betrachter einen grösseren Bildschirm zu spendieren, macht Sinn.

(Kevin Lancashire/news.ch)

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