Dignitas-Gründer kritisiert Haltung christlicher Parteien
publiziert: Samstag, 24. Nov 2007 / 11:11 Uhr / aktualisiert: Samstag, 24. Nov 2007 / 11:36 Uhr

Bern - Ludwig A. Minelli, Gründer der Sterbehilfeorganisation Dignitas, übt harte Kritik an den christlichen Parteien. Diese würden das Recht nicht anerkennen, über das Leben und dessen Ende selbst zu entscheiden.

Ludwig A. Minelli hält nichts von rechtlichen Standards für die begleitete Sterbehilfe.
Ludwig A. Minelli hält nichts von rechtlichen Standards für die begleitete Sterbehilfe.
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Aus diesem Grund wehre sich Dignitas auch gegen rechtliche Standards für die begleitete Sterbehilfe, sagte Minelli in einem im «Bund» veröffentlichten Interview. In Wahrheit gehe es den christlichen Parteien darum, die Verwirklichung des Rechts auf Beendigung des eigenen Lebens zu verhindern.

Kein Schweizer Politiker habe je wissen wollen, was Dignitas mache. Wie aber wolle man Normen schaffen, wenn man die Tatsachen nicht kenne, fragte Minelli. Er wisse nicht, was der Staat denn noch kontrollieren könne.

Schon heute versorge Dignitas die Polizei nach jedem Todesfall mit allen Dokumenten, den medizinischen Unterlagen, der Freitoderklärung und einem Protokoll. Den Ruf nach Regeln könne er allenfalls dann akzeptieren, wenn die Politiker sich einsetzen würden, um unbegleitete Suizide zu verhindern.

Es werde eine Riesendiskussion geführt um ein paar Dutzend Fälle von unbegleitetem Suizid. Dagegen werde ohne Wimpernzucken in Kauf genommen, dass jährlich rund 67 000 Suizidversuche stattfänden, von denen rund 1350 gelängen und Zehntausende mit schweren Folgen scheiterten.

(bert/sda)

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