Dinosaurierspuren im Jura
publiziert: Donnerstag, 14. Aug 2003 / 07:41 Uhr

Pruntrut JU - Der Kanton Jura könnte eine weltweit bedeutende paläontologische Region werden, nachdem sich die Entdeckungen von Fossilien beim Bau der Transjurane A16 häufen. Für den Tourismus wäre ein archäologischer Rundgang ein Glücksfall.

Der Rundgang könnte Touristen aus aller Welt anziehen.
Der Rundgang könnte Touristen aus aller Welt anziehen.
Courtedoux könnte mit Hunderten von Dinosaurierfussabdrücken die wichtigste paläontologische Stätte im Jura werden.

Momentan mit 17 Sauropodenspuren noch an zweiter Stelle könnte es bald Texas mit deren 23 überbieten. In der Ajoie werden regelmässig über 150 Millionen Jahre alte Spuren von Fussabdrücken gefunden.

Breites Publikum fasziniert

Die Ausgrabungen auf dem Trasse der zukünftigen Autobahn zwischen Pruntrut und Boncourt faszinieren nicht nur Forscher aus der ganzen Welt sondern auch ein breites Publikum.

Jetzt soll rund um die Stätte ein Rundgang, der Tourismus, Archäologie und Geologie vereint, entstehen.

"Ich bin sehr optimistisch und werde mich dafür einsetzen, dass der Rundgang Wirklichkeit wird", sagt Wolfgang Hug, Leiter der Abteilung für Paläontologie des Amts für Denkmalpflege.

Um seine Aussage zu unterstreichen, erwähnt der Forscher den ungewöhnlichen Reichtum der Stätte in Courtedoux aber auch des ganzen jurassischen Bodens.

Verschiedene Stätten

In der Ajoie gibt es diverse Gegenden, die sich für einen solchen Parcours eignen würden: Überreste von Siedlungen aus der Eisenzeit in Chevenez, ein prähistorischer Park und Grotten in Réclère, Teile von Steppenbisons in Boncourt oder das Loch von Creugenat.

Momentan sind diese Orte nicht miteinander verbunden. Aber die Idee eines paläontologischen Rundgangs nimmt Formen an.

Unter den hunderten von Projekten der Legislaturzeit 2003-2006 erwähnt die jurassische Regierung einen "Anziehungspunkt" neben der paläontologischen Stätte in Courtedoux.

Im Jura könnte auch ein Geopark enstehen, ein sowohl didaktischer als auch touristischer Rundgang. Die SP hat im Mai eine Motion hinterlegt, in der die Schaffung einer Gruppe zur Realisierung dieses Projekts verlangt wird. Die Idee wurde von der CVP in der Legislative in Pruntrut schon vorangetrieben.

Touristischer Aufschwung erhofft

Die Aussicht auf einen Geopark freut die Touristiker. "Dieses Projekt würde dem Tourismus einen Aufschwung bringen", sagt Jean-Maurice Maitre, Präsident von Jura Tourismus.

Dass dies nötig wäre, zeigen die Übernachtungszahlen: Die Hotelzimmer-Belegung im Jura betrug 2002 laut Bundesamt für Statistik 19,4 % gegenüber einem schweizerischen Mittel von 47,4 %.

(Stéphane Hofmann/sda)

 
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