Diplomatische Lösung gesucht
publiziert: Montag, 22. Mai 2006 / 11:35 Uhr

Peking - Deutschland und China streben gemeinsam eine friedliche Beilegung des Atomkonflikts mit dem Iran an. Dies sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach einem Gespräch mit dem chinesischen Präsidenten Hu Jintao in Peking.

Angela Merkel wird auf dem Flughafen Peking mit einer Ehrenformation begrüßt.
Angela Merkel wird auf dem Flughafen Peking mit einer Ehrenformation begrüßt.
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China und Deutschland seien «der Meinung, dass der Atomkonflikt mit dem Iran auf dem diplomatischen Weg gelöst werden sollte.»

Sie habe auch mit Hu übereingestimmt, dass eine atomare Bewaffnung des Iran verhindert werden müsse, sagte Merkel.

Zuvor hatte die Kanzlerin den Atomstreit bereits mit Ministerpräsident Wen Jiabao erörtert und im Anschluss erklärt, es gebe eine gute Basis, um Einigkeit über die nächsten Schritte zu erzielen.

Merkel will in Peking dafür werben, ein möglichst breites Staatenbündnis gegen den Iran zusammenzuhalten.

China und Russland gegen Sanktionen

China - eine der Veto-Mächte im UNO-Sicherheitsrat - lehnt die Androhung von Sanktionen gegen den Iran ab und steht damit an der Seite Russlands.

Die übrigen Veto-Mächte USA, Frankreich und Grossbritannien werben indes wie Deutschland für eine schärfere Gangart, um den Iran von der Uran-Anreicherung abzubringen.

Iran steht im Verdacht, sein Atomprogramm nicht ausschliesslich zu zivilen Zwecken nutzen zu wollen, sondern auch nach Atomwaffen zu streben. Die Führung in Teheran bestreitet dies.

(rr/sda)

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