Maduro ist verärgert
Diplomatischer Vertreter aus Washington abgezogen
publiziert: Donnerstag, 10. Mrz 2016 / 07:23 Uhr
Nicolas Maduro ärgert sich über die USA.
Nicolas Maduro ärgert sich über die USA.

Caracas - Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro hat den Geschäftsträger seines Landes aus den USA abgezogen. Die Regierung in Washington habe Maximilien Arvelaiz seit fast einem Jahr nicht offiziell als Botschafter anerkannt, sagte der Staatschef am Mittwoch.

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«Schluss mit der Arroganz, den doppelten Standards und den Intrigen», rief Maduro. Maduro kritisierte ausserdem, dass US-Präsident Barack Obama zuletzt ein Dekret um ein Jahr verlängert hatte, das Venezuela als Bedrohung für die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten einstuft.

Wegen Menschenrechtsverstössen hatte die US-Regierung das Dekret im vergangenen Jahr erlassen und Sanktionen gegen eine Reihe venezolanischer Funktionäre verhängt. Die USA und Venezuela haben seit 2010 keine Botschafter mehr im jeweils anderen Land.

Maduro ist ebenso wie sein Vorgänger Hugo Chávez ein scharfer Kritiker der US-Politik in Lateinamerika. Der venezolanische Staatschef wirft der Opposition vor, die mittlerweile die Mehrheit im Parlament stellt, ihn mit Hilfe der USA stürzen zu wollen.

(kris/sda)

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