Diplomatisches Tauziehen zwischen Sudan und Tschad
publiziert: Sonntag, 11. Mai 2008 / 15:52 Uhr

Khartum - Der Sudan hat den Tschad als Drahtzieher der jüngsten Rebellenangriffe auf seine Hauptstadt gebrandmarkt und die Beziehungen zum Nachbarland abgebrochen.

Sudans Präsident Omar Hassan al-Baschir.
Sudans Präsident Omar Hassan al-Baschir.
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Die Rebellen aus der Unruheprovinz Darfur würden vom Präsidenten des Tschad, Idriss Deby, unterstützt, sagte Sudans Präsident Omar Hassan al-Baschir im staatlichen Fernsehen. Der Tschad wies eine Verwicklung in die Angriffe vom Samstag zurück.

Die Beziehungen zwischen dem Sudan und dem Tschad waren bereits seit längerem angespannt. Beide Regierungen werfen dem jeweiligen Nachbarland vor, regierungsfeindlichen Rebellen als Rückzugs- und Nachschubgebiet zu dienen.

Der von Unruhen und Rebellenangriffen besonders betroffene Osten des Tschad, in dem auch eine Friedenstruppe der EU im Einsatz ist, grenzt an Darfur. Die von dort stammenden Rebellen der Bewegung Gerechtigkeit und Gleichheit (JEM) drangen am Samstag bis in Vororte der sudanesischen Hauptstadt vor.

Ausgangssperre aufgehoben

Die Regierung verhängte eine Ausgangssperre in Khartum. Heute Sonntag wurde diese bis auf den Ort des Angriffs aufgehoben. Dort, im Aussenbezirk Omdurman, suchten Soldaten noch nach versprengten Rebellen. Es war das erste Mal in dem bereits seit Jahrzehnten dauernden Konflikt, dass die Rebellen bis auf die Hauptstadt vorrücken konnten.

Die Afrikanische Union (AU) zeigte sich in einer Stellungnahme «tief besorgt» über die Eskalation des Darfur-Konflikts bis nach Khartum. Sie rief alle Konfliktparteien auf, von einer weiteren Eskalation abzusehen und kündigte an, Kommissionspräsident Jean Ping werde in den nächsten Tagen in den Sudan reisen.

(bert/sda)

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