Burkhalter weiht Bibliothek in Peking ein
Diskrete Kritk von Burkhalter in China
publiziert: Samstag, 23. Apr 2011 / 12:15 Uhr / aktualisiert: Samstag, 23. Apr 2011 / 20:52 Uhr
Der Campus der Tsinghua Universität in Peking.
Der Campus der Tsinghua Universität in Peking.

Peking - Im Beisein des Tessiner Architekten Mario Botta hat Bundesrat Didier Burkhalter am Samstag eine Bibliothek der Universität Tsinghua in Peking eingeweiht. Der Vorsteher des Eidg. Departements des Innern (EDI) befindet sich zur Zeit auf Arbeitsbesuch in China.

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Die Universität Tsinghua feiert dieses Jahr ihr 100-jähriges Jubiläum. Die Bibliothek der Geistes- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät ist das erste Werk von Mario Botta in China. Der ganze Bau bietet Platz für rund 1000 Studenten und 600'000 Bücher.

In seiner Rede zeigte sich Burkhalter erfreut über die neu errichtete «Wissenschaftskathedrale». Er lobte den exzellenten wissenschaftlichen Austausch zwischen der Schweiz und China, der unentbehrlich sei, um Brücken des gegenseitigen Verständnisses zu bauen.

Ort mit Symbolcharakter

Botta unterstrich den symbolischen Charakter von Bibliotheken als «Räume des Friedens und der Hoffnung». Darauf angesprochen, dass der neue Ort des kulturellen Schaffens auch ein Ort der Zensur sein könne, sagte Burkhalter, die Schweiz könne helfen, die «Wichtigkeit grosser Freiheiten» verständlich zu machen.

«Mit Blick auf die Wissenschaft gibt es keinen Grössenunterschied zwischen der Schweiz und China», sagte Burkhalter, «das ermöglicht uns einen Dialog in allen Themenbereichen.»

Keine offizielle Stellungnahme

Im offiziellen Gespräch mit seinen Gastgebern hat Burkhalter Menschenrechtsfragen wie etwa die Festnahme des chinesischen Künstlers und Regimekritikers Ai Weiwei nicht zur Sprache gebracht.

Eine Ausnahme machte Burkhalter am Samstag - bei der Eröffnung der Fotoausstellung ReGeneration 2 im Pekinger Künstlerviertel Caochangdi, wenige Schritte von Ai Weiweis Atelier.

«Die künstlerische Freiheit und das Recht auf freie Meinungsäusserung sind wesentliche Elemente der Kulturen und Zivilisationen auf ihrem Weg in einer sich schnell verändernden Welt», sagte Burkhalter in seiner Ansprache vor einem hauptsächlich nicht-chinesischen Publikum.

Angesprochen auf Ai Weiwei, sagte Burkhalter: «Ich weiss, dass viele Dinge in diesem Land schwierig sind. Und man muss zugeben, dass noch viele Fortschritte gemacht werden müssen.»

(fkl/sda)

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