Diskussion über Krippenfinanzierung
publiziert: Donnerstag, 30. Aug 2007 / 14:03 Uhr

Erlach - Der Bund will bei der Krippenfinanzierung ein Gutscheinsystem für die Eltern einführen. Dazu bleiben noch zahlreiche Fragen offen. Das Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) prüft vorerst drei Modelle.

Die Krippen gehören in die Zuständigkeit der Kantone.
Die Krippen gehören in die Zuständigkeit der Kantone.
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Ein erstes Modell sieht Gutscheine vor für alle Eltern unabhängig von deren Einkommen und Vermögen, wie Ludwig Gärtner, Vizedirektor des BSV, bekannt gab. Beim zweiten Modell würden die Gutscheine abgestuft nach dem Einkommen und dem Beschäftigungsgrad der Eltern zugeteilt.

Zudem werde eine Variante geprüft, bei der eine universale sowie eine abgestufte Zuteilung kombiniert würden. Laut Gärtner ist es jedoch klar, dass die Eltern auch weiterhin einen Anteil tragen müssten, wenn sie ihre Kinder in eine Krippe schicken.

«Eine Machbarkeitsstudie wird im nächsten Jahr vorliegen,» sagte Gärtner. Diese werde ausgewertet, erste Projekte würden voraussichtlich im darauffolgenden Jahr lanciert. Interesse am Pilotprojekt zeigte bisher die Stadt Luzern.

Erhoffte Effizienzsteigerung

Mit der Einführung eines Gutscheinssystem würden die Krippen dem Wettbewerb ausgesetzt, sagte Gärtner weiter. Davon erhofft er sich eine Effizienzsteigerung, die auch tiefere Kosten mit sich bringen dürfte. Zudem erwartet der BSV-Vizedirektor eine Anpassung an die Bedürfnisse der Eltern - das sei heute oft nicht der Fall.

Auch Bundesrat Pascal Couchepin räumt ein, dass es bei den Kinderkrippen häufig ein Organisationsprobleme gebe. Nicht das Geld fehle: Es sei nämlich absehbar, dass der Kredit des Impulsprogrammes für Kinderkrippen nicht ausgeschöpft werde.

Der Bund könne aber nur beschränkt eingreifen, denn die Krippen gehörten in die Zuständigkeit der Kantone.

Bereits zum zehnten Mal lud der Vorsteher des Departementes des Innern die Medienleute auf die St. Petersinsel ein. Wie schon vor zwei Jahren fiel der geplante einstündige Spaziergang auf der Insel dem schlechten Wetter zum Opfer. Stattdessen gelangte Couchepin mit seinem Tross per Schiff von Biel auf die Insel.

(smw/sda)

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