Doch keine umdeklarierten Schlachtabfälle
publiziert: Freitag, 14. Okt 2005 / 21:00 Uhr / aktualisiert: Freitag, 14. Okt 2005 / 23:24 Uhr

München - Bayern hat eine landesweite Rückholaktion von falsch deklarierten Schlachtabfällen eingeleitet.

Der Skandal sei durch die Observierung verdächtiger Lastwagen aufgeflogen.
Der Skandal sei durch die Observierung verdächtiger Lastwagen aufgeflogen.
2 Meldungen im Zusammenhang
Nach Angaben der Behörden sind bis zu 2600 Tonnen der Abfälle an Lebensmittelproduzenten in Italien, Ungarn und Frankreich geliefert worden. In Deutschland gingen die Abfälle wie Knochen und Schwarten an Betriebe in die Bundesländer Bayern, Thüringen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz.

Alle belieferten Betriebe seien identifiziert worden, teilte das bayerische Umweltministerium mit. Die betroffenen Staaten und deutschen Bundesländer seien informiert worden, um in ihrem Gebiet tätig zu werden. Entgegen ersten Berichten gerieten keine umdeklarierten Schlachtabfälle in die Schweiz.

Entgegen ersten Berichten gerieten keine umdeklarierten Schlachtabfälle in die Schweiz. Dennoch ist die Schweiz alarmiert. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) stehe in Kontakt mit Deutschland und den Kantonschemikern, meldete Radio DRS unter Berufung auf das BAG.

«K 3-Schlachtabfälle»

Die Staatsanwaltschaft Memmingen ermittelt gegen einen Verdächtigen, der die Schlachtabfälle umdeklariert und an Lebensmittelproduzenten verkauft haben soll. Dabei soll es sich um so genannte «K 3-Schlachtabfälle» gehandelt haben, die nicht für den menschlichen Verzehr bestimmt waren.

Sie hätten zu Hunde- und Katzenfutter, Knochenmehl-Dünger oder zu Biogas weiter verarbeitet werden können. Eine Gesundheitsgefährdung bestehe nicht, da möglicherweise verwendete Abfälle hoch erhitzt verarbeitet werden.

In Bayern waren 39 Betriebe durchsucht worden, die mit Schlachtabfällen handeln. Ein Betrieb im niederbayerischen Deggendorf und einer in Simbach am Inn bleiben geschlossen.

Verdächtiger Lastwagen

Der Skandal war nach Angaben des Memminger Staatsanwaltes Johann Kreuzpointner durch die Observierung verdächtiger Lastwagen im Transit von der Schweiz nach Deutschland aufgeflogen.

Richtig bezeichnete Abfälle für Haustierfutter aus der Schweiz sollen in Deutschland umbenannt und Gewinn bringend nach Italien gebracht worden sein.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Friedrichshafen - Im Bodenseekreis ... mehr lesen
Ein Teil der Ware sei umetikettiert worden.
Die Schlachtreste hätten nur zu Hunde- oder Katzenfutter verarbeitet werden dürfen. (Bild: Archiv)
München - Zu Lebensmitteln ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Zahl der Einbrüche ist in der Schweiz seit Jahren rückläufig. So viel zu den guten Nachrichten. Damit das auch so bleibt, ist es wichtig, grundsätzlich auf gutes Material an den Schwachstellen (Türen, Fenster, Tore) zu setzen und zusätzliche Sicherungen zu installieren.
Die Zahl der Einbrüche ist in der Schweiz ...
Publinews Smarter Einbruchschutz  Nahezu alle Diebstahlkategorien weisen eine rückläufige Tendenz auf. 2017 wurden in der Schweiz 4,9 Einbrüche pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner gezählt. Das entspricht 113 Einbruch- und Einschleichdiebstählen pro Tag. 2012 lag diese Zahl bei 202. mehr lesen  
Opfer weiterhin vermisst  Rafz ZH - Die Kantonspolizei Zürich hat am Dienstagvormittag in Rafz ZH zwei Personen verhaftet: Sie stehen unter dem dringenden Verdacht, einen seit dem 22. April vermissten ... mehr lesen
Der 67-Jährige Gino Bornhauser wird seit dem 22. April vermisst.
In Indien hat es 18,3 Millionen Sklaven.
Deutlich höhere Zahl  Sydney/London - Mindestens 45,8 Millionen Menschen leben zurzeit weltweit in modernen Formen der Sklaverei. Die Zahl liegt deutlich höher als die 2014 gezählten 35,8 Millionen. mehr lesen  
Flüchtiger Mörder  Aarau - Der flüchtige Mörder, der aus der Psychiatrischen Klinik Königsfelden in Windisch AG ausgebrochen ... mehr lesen  
Der 22-jährige befindet sich seit Samstag auf der Flucht. (Symbolbild)
Titel Forum Teaser
  • paparazzaphotography aus Muttenz 1
    Foto Sanatorio Liebes news.ch Team, es ist für mich eine Ehre dass sie mein Foto des ... Di, 03.01.17 22:12
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Motor hinten oder vorne war dem Tram in Basel völlig egal! Ob ein Auto über- oder untersteuert, ist nicht von der Lage des Motors ... Mi, 01.06.16 10:54
  • Mashiach aus Basel 57
    Wo bleibt das gute Beispiel? Anstatt sichere, ÜBERSTEUERNDE Heckmotorwagen zu fahren, fahren sie ... Mo, 30.05.16 11:56
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Zugang "Das sunnitische Saudi-Arabien, das auch im Jemen-Konflikt verstrickt ... So, 29.05.16 22:06
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Pink Phanter-Bande? Am 25. 7. 2013 hat eine Befreiung von Pink Panther-Mitglied Milan ... So, 29.05.16 15:38
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    ja, weshalb sollte man solches tun? Ist doch krank, Gott zu beschimpfen! Das hat etwas, ... So, 29.05.16 12:12
  • Gargamel aus Galmiz 10
    Warum sollte man überhaupt den Glauben an Gott beschimpfen oder verspotteten? Wie krank ... So, 29.05.16 10:11
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wir sind ja alle so anders als diese "Flüchtlinge". Warum sind auch nicht alle so edel, wie ... Sa, 28.05.16 20:25
Unglücksfälle Zorn über Tötung von Gorilla in US-Zoo Cincinnati - Die Tötung eines Gorillas im Zoo der ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mo Di
Zürich -3°C 11°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Basel -1°C 12°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
St. Gallen -4°C 7°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Bern -3°C 11°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Luzern -2°C 10°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Genf 1°C 11°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Lugano 3°C 10°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten