Dominanz statt Zitterpartie
publiziert: Montag, 30. Jul 2012 / 16:22 Uhr / aktualisiert: Montag, 30. Jul 2012 / 18:55 Uhr
Roger Federer brauchte weniger als eine Stunde.
Roger Federer brauchte weniger als eine Stunde.

Roger Federer hat beim Olympiaturnier die zweite potenziell hohe Hürde elegant überwunden. Nach dem 6:2, 6:2 gegen Julien Benneteau (ATP 32) steht die Weltnummer 1 im Achtelfinal, in dem Federer auf Denis Istomin (ATP 35) trifft.

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Wie gegen Alejandro Falla im Startspiel hatte Roger Federer auch gegen Benneteau nach 57 Minuten Matchball. Diesmal folgte aber, im Gegensatz zur Auftaktpartie gegen den Kolumbianer, kein dreiviertelstündiger Umweg mit Satzverlust sondern Federer nahm die "Direttissima" in den Achtelfinal. Eine Minute später war der Match beendet.

Wer 31 Tage nach dem Aufeinandertreffen bei "The Championships" eine erneute Zitterpartie befürchtet hatte, sah sich angenehm getäuscht. Federer hatte das Spiel von Anfang an unter Kontrolle und war nie gefährdet. Benneteau, der ihn vor Monatsfrist praktisch um Ballbreite - es fehlten dem Franzosen zwei Punkte - aus dem Turnier geworfen hätte, war chancenlos. "Bei seinen Aufschlagspielen kann man ihn, wenn er so serviert, fast nicht gefährden", so Benneteau. Dem "Lucky Loser", er war an Stelle von Gael Monfils ins Olympiateam nachgerückt und freute sich "wie ein kleines Kind", machte zudem eine wiederaufgebrochene Leistenzerrung zu schaffen, am Schluss hatte er auch noch Rückenprobleme.

Federer brauchte aber das leichte Handicap Benneteaus aber nicht zu kümmern, er war ohnehin der Chef im Viereck. Ganz anders als noch Ende Juni, wie er sich erinnerte: "Damals kam mein Puls in den ersten beiden Sätzen gar nie richtig runter. Ich geriet jedesmal in Panik, wenn er wieder ein Ass schlug. Heute wusste ich nun genau, was mich erwartete."

Das weiss Federer auch in der nächsten Runde. Gegen Istomin hat er bisher in beiden Vergleichen keine Probleme gekannt. 2006 gab er am Australian open nur sieben Games ab, 2010 in Cincinnati musste der Usbeke verletzt aufgeben. Für den Blondschopf kommt der Vergleich mit dem Superstar einer Zugabe gleich: Er wehrte gegen Gilles Muller (ATP 56) im zweiten Satz zwei Matchbälle ab, ehe er den luxemburgischen Linkshänder doch noch niederrang. "Ich htte ja fast gegen ihn im Viertelfinal von Wimbledon gespielt, aber er verlor dann noch noch in fünf Sätzen gegen Michail Juschni. Er hat einen guten Aufschlag und spielt auf Rasen sehr gut", so Federer, zur Partie, in die er als hoher Favorit steigt.

(fest/Si)

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