Dominique Gisin: «Ein bisschen in Trance»
publiziert: Montag, 19. Jan 2009 / 00:00 Uhr

Zauchensee - Deutsch, Englisch, Französisch - Dominique Gisin hatte nicht die geringsten Probleme, den Journalisten die Geschichte ihrer Karriere und ihres grossen Tages in drei Sprachen zu erzählen.

Dominique Gisin hatte auch Glück mit dem Wetter, wie sie den Journalisten gestand.
Dominique Gisin hatte auch Glück mit dem Wetter, wie sie den Journalisten gestand.
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Dominique Gisin, das war eine ganz schön erfolgreiche Woche für Ihre Familie.

Dominique Gisin: «In der Tat. Mein Bruder Marc (19) bestritt in Wengen sein erstes Weltcup-Rennen (33. in der Super-Kombination), meine Schwester Michelle (15) wurde in der Lenk bei den Juniorinnen I SM-Zweite im Riesenslalom.»

Wie war das, in der Leader-Box zu stehen und auf die letzten Konkurrentinnen zu warten?

Dominique Gisin: «Bis Larisa Yurkiw mit der Nummer 46 unten war, befand ich mich in einer Art Schockzustand. Als der Sieg feststand und später die Nationalhymne gespielt wurde, zitterte ich. Hier zu gewinnen ist ein Wahnsinnsgefühl, ich habe alles erst halbwegs realisiert. Ich bin immer noch ein bisschen in Trance.»

Auf einer Stufe mit Anja Pärson zu stehen, muss ein ziemlich gutes Gefühl sein.

Dominique Gisin: «Als sie mit der gleichen Zeit wie ich ins Ziel kam, glaubte ich erstmals, dass es weit nach vorne reichen sollte. Anja fährt hier unglaublich gut, im Abschlusstraining war sie die Schnellste, obwohl sie die Ziellinie aufrecht überquerte. Ohne den Fehler im unteren Teil hätte sie heute wohl gewonnen. Ich habe sicher etwas mehr Glück mit dem Wetter gehabt als zum Beispiel Lindsey Vonn. Als ich fuhr, war das Licht ein bisschen besser.»

Sind Ihnen auf dem Podest Bilder von Ihren Verletzungen durch den Kopf gegangen?

Dominique Gisin: «Nein, das ist abgeschlossen. Ich habe lange gebraucht, um all das zu überwinden. Es gibt schon Momente, in denen ich noch daran denke. Aber sicher nicht auf dem Podest.»

Was gefällt Ihnen an Zauchensee so gut?

Dominique Gisin: «Zuerst einmal, dass es in Österreich liegt. Die Rennen hier sind immer super, das Publikum unglaublich. Schon im Abschlusstraining war die Tribüne voll. Auf dieser Strecke zu fahren macht einfach Spass. Der Berg gibt die Linie quasi vor, eigentlich braucht es hier gar keine Tore. Das mag ich.»

Was waren die ersten Reaktionen Ihrer Familie?

«Ich habe kurz mit zu Hause telefoniert. Die halbe Verwandtschaft hat sich versammelt und der Hörer ist von einer Hand zur anderen gewandert.»

Nach Martina Schild und Fabienne Suter im letzten Winter hat mit Ihnen schon wieder eine Fahrerin aus der Trainingsgruppe von Christian Brüesch und Daniele Petrini ihren ersten Weltcupsieg gefeiert. Wie gross ist ihr Anteil?

Dominique Gisin: «Sie haben sehr viel mit mir und für mich gemacht. Doch wir bilden mit den anderen Gruppen ein gut funktionierendes Team. Neben Daniele und Christian haben mit Stefan Abplanalp, Dominique Pittet, Mauro Pini und Karl Frehsner weitere Trainer ihren Anteil. Und natürlich auch unser Chef Hugues Ansermoz.»

(Philipp Bärtsch/Si)

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