Dow: Fantastischer Rekord trotz Immobilienkrise
publiziert: Samstag, 21. Jul 2007 / 08:41 Uhr / aktualisiert: Samstag, 21. Jul 2007 / 10:04 Uhr

New York - Das bekannteste US-Börsenbarometer, der Dow-Jones-Index, hat diese Woche erstmal knapp über 14'000 Punkten geschlossen. Seit Jahresbeginn ist der Dow damit um rund 12,3 Prozent gestiegen.

Die «Bullen» hoffen auf eine Leitzinssenkung der US-Notenbank gegen Ende Jahr.
Die «Bullen» hoffen auf eine Leitzinssenkung der US-Notenbank gegen Ende Jahr.
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Der Index, der die Kursentwicklung von 30 der wichtigsten US-Grosskonzerne widerspiegelt, legte am Donnerstag auf 14 000,41 Punkte zu. Erst am 25. April hatte er 13'000 Punkte erreicht.

Das Börsenbarometer hatte am 14. Januar 2000 mit 11'722 Punkten einen damals fantastischen Rekord aufgestellt. Nach der geplatzten Internet-Spekulationsblase brach der Dow dann aber bis Oktober 2002 auf 7826 Punkte ein.

Auch der Standard & Poor's 500-Index erreichte mit 1553,08 Punkten einen neuen Höchststand. Er hat seit Anfang 2007 um 9,5 Prozent zugelegt. Der mit Technologiewerten vollgepackte NASDAQ-Index ist zwar seit Anfang Januar um 13 Prozent auf 2720,04 Punkte gestiegen. Dieser wichtige Index lag damit allerdings nur etwa halb so hoch wie auf dem Höhepunkt der Internet-Spekulationsblase im März 2000, als er 5048,62 Punkten erreicht hatte.

Alcoa und Caterpillar im Höhenflug

Einige der Dow-Werte wiesen seit Jahresanfang viel höhere Kursgewinne auf als der Index selbst. So stiegen die Aktien des Aluminiumkonzerns Alcoa um 48,7 Prozent, des Baumaschinenherstellers Caterpillar um 41,8 Prozent, und des Mischkonzerns Honeywell um 34,8 Prozent.

Der globale Ölbranchenprimus ExxonMobil legte um 20,4 Prozent, der Mischkonzern United Technologies um 23,5 Prozent und der Chip-Riese Intel um 24,7 Prozent zu, wie das «Wall Street Journal» am Freitag in seiner Onlineausgabe errechnete. Auch Boeing, General Motors, IBM und 3M gewannen stark an Wert.

Viele der grossen Multinationalen profitieren erheblich vom schwachen Dollar. Sie gewinnen Exportvorteile, und ihre Auslandsgewinne steigen nach Umrechnung in den Dollar entsprechend. «Man sollte aber nicht vergessen, dass sich der US-Markt - gemessen am immer schwächeren Dollar - nur als Bummler am globalen Anstieg beteiligt», schrieb «Barron's» in seiner jüngsten Ausgabe. Der schwächere Dollar bedeutet nämlich, dass Anleger bei Umrechnung in andere Währungen entsprechend geringere Gewinne bei US-Wertpapierinvestments erzielen.

Gutes Halbjahr für Grosskonzerne

Das Rekordhoch des Indexes hat mehrere Gründe: Die «Bullen», sprich die Haussevertreter an der Wall Street, hoffen auf eine Leitzinssenkung der US-Notenbank gegen Ende Jahr.

Weitere Faktoren sind die Hoffnung auf solide Unternehmensgewinne und die amerikanische Konjunkturbelebung im zweiten Halbjahr. Die US-Grosskonzerne geben zur Zeit ihre Gewinnausweise für das zweite Quartal 2007 bekannt.

In den immer stärkeren Kursschwankungen, die zeitweise zu hohen täglichen Verlusten und dann wieder zu massiven Gewinnen führen, zeigt sich jedoch die Nervosität der Anleger.

Gründe zur Besorgnis liefern Skeptikern das deutlich schwächere US-Wirtschaftswachstum seit Jahresbeginn, die langsamer steigenden Gewinne der Unternehmen und die möglichen Auswirkungen des Not leidenden Bau- und Immobilienmarkts.

(Von Peter Bauer, dpa/sda)

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