Amnesty International berichtet
Dramatischer Anstieg von Binnenflüchtlingen in Afghanistan
publiziert: Dienstag, 31. Mai 2016 / 09:43 Uhr
Afghanische Binnenflüchtlinge vegetierten unter «abscheulichen Bedingungen gerade so am Rande des Überlebens dahin». (Symbolbild)
Afghanische Binnenflüchtlinge vegetierten unter «abscheulichen Bedingungen gerade so am Rande des Überlebens dahin». (Symbolbild)

Kabul - Die Zahl der Binnenflüchtlinge hat sich wegen des Kriegs in Afghanistan in nur drei Jahren mehr als verdoppelt - auf heute 1,2 Millionen Menschen. 2013 hatten die Vereinten Nationen noch 500'000 durch den Konflikt entwurzelte Menschen verzeichnet.

1 Meldung im Zusammenhang
Das geht aus einem am Dienstag veröffentlichten Bericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International mit dem Titel «Meine Kinder sterben diesen Winter - Afghanistans gebrochene Versprechen gegenüber seinen Binnenflüchtlingen» hervor.

Der 44-seitige Bericht verurteilt die Tatenlosigkeit der afghanischen Regierung sowie das schwindende Interesse der internationalen Gemeinschaft am «Leiden der Menschen, die dieser Konflikt hinterlässt».

Afghanische Binnenflüchtlinge vegetierten unter «abscheulichen Bedingungen gerade so am Rande des Überlebens dahin». Sie hätten oft kein Dach über dem Kopf und kaum Zugang zu genug Essen, sauberem Wasser, Gesundheitsfürsorge, Bildung oder Arbeit.

Mangel an Expertise sowie Korruption

Eine 2014 beschlossene umfassende Strategie sei an einem enormen Mangel an Expertise sowie Korruption innerhalb des Ministeriums für Flüchtlinge gescheitert. Zugleich habe sich die internationale Gemeinschaft nicht so stark beteiligt wie sie das angesichts des Versagens der afghanischen Regierung hätte tun können.

Die Vereinten Nationen hätten für 2016 die Weltgemeinschaft um nur 393 Millionen Dollar für humanitäre Hilfe in Afghanistan gebeten - das sei der kleinste Betrag seit Jahren, obwohl sich die Not verschärfe. Im Mai sei weniger als ein Viertel dieses Betrages gedeckt gewesen.

(arc/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Achundsada ist ein anerkannter religiöser Führer und ...
Oberste Rat einigt sich einstimmig  Kabul - Die afghanischen Taliban haben Mullah Haibatullah Achundsada zu ihrem neuen Chef ernannt. Darauf habe sich der Oberste Rat einstimmig geeinigt, hiess es in einer am Mittwoch in Kabul veröffentlichten Erklärung der radikalislamischen Bewegung. mehr lesen 
Zwölf Verletzte  Kabul - Ein Selbstmordattentäter hat sich am Samstag im Süden Afghanistans mit seinem Fahrzeug in die Luft gesprengt. Bei dem Anschlag auf ... mehr lesen  
Kollision von zwei Bussen und Tanklastwagen  Ghasni - Bei einem Verkehrsunfall im Osten Afghanistans sind nach Behördenangaben mehr als 70 Menschen ums Leben gekommen. Die meisten Toten seien bis zur Unkenntlichkeit verbrannt, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 24°C 33°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Basel 22°C 34°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
St. Gallen 22°C 30°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen vereinzelte Gewitter
Bern 21°C 32°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Luzern 22°C 34°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Genf 21°C 34°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Lugano 22°C 34°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten