Drei Personen vor ecuadorianischer Botschaft in London festgenommen
publiziert: Donnerstag, 16. Aug 2012 / 07:31 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 16. Aug 2012 / 13:49 Uhr
Ecuador will bis Donnerstag über den Asylantrag von Assange entscheiden.
Ecuador will bis Donnerstag über den Asylantrag von Assange entscheiden.

London - Die britische Polizei hat am Donnerstag vor der ecuadorianischen Botschaft in London drei Personen festgenommen. Dabei handelte es sich vermutlich um Anhänger von Wikileaks-Gründer Julian Assange, der in der Botschaft Zuflucht gesucht und politisches Asyl in Ecuador beantragt hat.

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Eine Entscheidung über den Asylantrag wurde noch am Donnerstag erwartet. Ein Reporter der Nachrichtenagentur AP sah, wie mehrere Personen von der Polizei weggezerrt wurden, nachdem sie Anordnungen nicht gefolgt waren, auf die andere Strassenseite zu gehen.

Assange hält sich seit dem 19. Juni in der Botschaft auf, um einer Auslieferung nach Schweden zu entgehen, wo er sich wegen Vergewaltigungsvorwüfen verantworten soll. Eine formelle Anklage gibt es nicht. Assange befürchtet, dass er von Schweden in die USA überstellt werden könnte.

Das britische Aussenministerium machte erneut deutlich, dass Grossbritannien Assange kein freies Geleit für einen Flug nach Ecuador gewähren wird. «Wir haben mehrfach unsere Position in den Diskussionen mit der ecuadorianischen Regierung deutlich gemacht», sagte ein Sprecher des Aussenministeriums in London.

Grossbritannien habe ein rechtliche Verpflichtung, Assange an Schweden auszuliefern. «Wir sind weiterhin entschlossen, diese Verpflichtung zu erfüllen», heisst es in der Mitteilung des Ministeriumssprecher weiter.

(laz/sda)

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Anthony Patt ist Professor für Mensch-Umwelt-Systeme an der ETH Zürich.
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