Drei Rotkreuzmitarbeiter von Unbekannten entführt
publiziert: Donnerstag, 15. Jan 2009 / 17:18 Uhr

Manila - Drei Rotkreuz-Mitarbeiter, darunter ein Schweizer, sind in der philippinischen Unruheprovinz Sulu verschleppt worden. Die Region ist eine Hochburg der für ihre Entführungen berüchtigten, muslimischen Terrororganisation Abu Sayyaf.

Momentan gibt es keine Hinweise auf die Entführer oder deren Motive.
Momentan gibt es keine Hinweise auf die Entführer oder deren Motive.
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Das Internationale Komitee des Roten Kreuzes (IKRK) verfügt derzeit über keine Hinweise auf die Urheber der Entführung oder deren Motive. Es sei in Kontakt zu den Behörden und anderen Stellen, um die Situation so rasch wie möglich zu lösen, schreibt das IKRK in einer Medienmitteilung.

Überfall

Die bewaffneten Täter hielten das Rotkreuzauto an, zerrten den Fahrer und zwei Insassen aus dem Wagen, übernahmen das Steuer und fuhren mit ihren Geiseln davon. Das berichteten Augenzeugen der Polizei.

Unter den Entführten befindet sich der Schweizer Andreas Notter. Der 38-Jährige ist Leiter des IKRK-Büros in Zamboanga City auf der Insel Mindanao rund 875 Kilometer südlich von Manila.

Hilfe für die Betroffenen

Auch der italienische Mitarbeiter Eugenio Vagni und die einheimische Ingenieurin Mary Jean Lacaba befinden sich unter den Opfern.

Der italienische Aussenminister und das IKRK in Genf beriefen Krisengremien ein. Das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) äusserte sich besorgt.

Es sei im Kontakt mit dem IKRK und der Botschaft in Manila. In Absprache mit dem IKRK werde alles daran gesetzt, dass die Betroffenen umgehend und bedingungslos freigelassen würden, teilte das EDA mit.

Die drei Mitarbeiter hatten ein Gefängnis in der Provinzhauptstadt Jolo inspiziert, in dem das IKRK beim Bau einer Abwasseranlage hilft, erklärte das IKRK.

Die richtige Spur

«Die Mitarbeiter waren in einem Auto des philippinischen Roten Kreuzes unterwegs, als sie ein paar hundert Meter vom Gefängnistor entfernt verschleppt wurden», sagte er.

Nach Armeeangaben wollten die drei nach dem Besuch des Gefängnisses zurückfliegen, verpassten aber die verabredete Maschine. «Wir haben sofort Alarm geschlagen und wir sind hinter den Entführern her», sagte Armeesprecher Nelson Allaga.

Die Sicherheitskräfte fanden das Fluchtauto drei Stunden später verlassen an der Strasse. «Wir sind auf der richtigen Spur», sagte der Gouverneur der Provinz Sulu, Abdusakur Tan.

(sl/sda)

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