Drei UNO-Blauhelme in Darfur aus dem Hinterhalt getötet
publiziert: Samstag, 5. Dez 2009 / 17:57 Uhr

Khartum - Bei einem Anschlag sind in der sudanesischen Krisenregion Darfur drei UNO-Soldaten aus Ruanda getötet worden. Ein Sprecher der UNO-Einsatzgruppe (UNAMID) teilte in Khartum mit, zwei der Soldaten seien bei den Schüssen aus dem Hinterhalt sofort getötet worden.

Der Anschlag fand nur zwei Kilometer vom Lager der UNAMID-Soldaten entfernt statt. (Archivbild)
Der Anschlag fand nur zwei Kilometer vom Lager der UNAMID-Soldaten entfernt statt. (Archivbild)
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Ein dritter Soldat starb später an den Folgen seiner schweren Verletzungen. Zwei andere UNO-Blauhelme wurden schwer verletzt, wie der Sprecher weiter erklärte.

Der Anschlag fand nur zwei Kilometer vom Lager der UNAMID-Soldaten entfernt statt, in der Nähe eines Kontrollpunkts der sudanesischen Regierung. Von den Tätern fehlt jede Spur.

Seit Beginn der UNAMID-Friedensmission Anfang 2008 sind schon 20 Friedenshüter in Darfur ums Leben gekommen. Die zu UNAMID entsandten Friedenstruppen werden gemeinsam von den UNO und der Afrikanischen Union gestellt.

In Darfur, einem Gebiet so gross wie Frankreich, sind 19'000 UNAMID-Soldaten und -Polizisten im Einsatz. Nach UNO-Schätzungen sind in dem seit 2003 andauernden Darfur-Konflikt 300'000 Menschen ums Leben gekommen. Noch immer leben etwa 2,5 Millionen Menschen in Flüchtlingslagern.

(smw/sda)

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