Drei Untersuchungshäftlinge sperren Aufseher in Zelle und fliehen
publiziert: Sonntag, 3. Jul 2011 / 20:25 Uhr
Ein Aufseher wurde eingeschlossen.
Ein Aufseher wurde eingeschlossen.

Pruntrut JU - Drei Untersuchungshäftlinge sind am Sonntag aus dem Gefängnis von Pruntrut getürmt. Zwei sperrten nach dem Mittagessen einen Aufseher in eine Zelle ein und öffneten danach einem dritten Häftling die Zellentür. Bisher wurden sie nicht gefasst.

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Bevor die drei aus dem Gefängnis flüchteten, zogen sie sich zivile Kleider an, wie die jurassische Polizei meldete. Der eingeschlossene Wärter schlug ein Fenster ein, um Alarm auszulösen. Polizei, Grenzwache und französische Gendarmerie suchten nach den Flüchtigen. Ein Helikopter und drei Hunde wurden aufgeboten.

Die Ausgebrochenen sassen in Untersuchungshaft. Gegen einen wird wegen Raubes ermittelt, gegen die zwei anderen wegen Einbruchs. Die Polizei rief die Bevölkerung auf, Beobachtungen zu melden. Sie schloss nicht aus, dass sich das Trio inzwischen getrennt hat, um nicht aufzufallen.

Gefahrenpotenzial unvorhersehbar

Wie gefährlich die Entwichenen sind, lässt sich laut der zuständigen Staatsanwältin Valérie Cortat nicht vorhersagen. Immerhin sei Raub ein Delikt, bei dem von Gewalt Gebrauch gemacht werde, sagte Cortat der Nachrichtenagentur sda. Ein gewisses Risiko für die Bevölkerung könne deshalb nicht ausgeschlossen werden.

Der Vorfall in Pruntrut war nicht der erste Ausbruch von Gefangenen in der vergangenen Woche. Landesweit Schlagzeilen machte ein am Montag im Waadtländer Jura entwichener gefährlicher Straftäter. Nach fünf Tagen in Freiheit stellte sich der 64-jährige Mann am Freitag in Les Rasses VD freiwillig der Polizei.

Am Mittwoch entwich ein 36-jähriger Gefangener aus der offenen Abteilung des Gefängnisses in Orbe VD. Er war wegen sexueller Nötigung eines erwachsenen Mitglieds seiner Familie inhaftiert und soll nicht gefährlich sein.

(fest/sda)

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Nicht alle Kriminellen...
...sind Ausländer, auch wenn uns das die rechtspopulistische Partei immer weismachen will.

In der eh schon verschwindend kleinen Kriminalitätsrate der Schweiz sind (man korrigiere mich bitte) ca. 45% Schweizer, 55% Ausländer.
Wobei fairerweise noch gesagt werden muss, dass bei den Schweizer sicher auch noch ein paar Prozent Eingebürgerte zu finden sind.
Eventuell
Waren es ja Schweizer? Oder Deutsche, oder Schweizer und Spanier? Ist das den wichtig? Was würde es ändern wenn man es wüsste?

Wichtiger wäres es das sie die Herren wieder erwischen.
Keine
Angaben zur Herkunft der Ausbrecher? Politisch korrekt ist es ja schon. Aber trotzdem kein Fortschritt dass man darüber schweigt...
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