Drei syrische Regierungsvertreter getötet
publiziert: Mittwoch, 18. Jul 2012 / 12:39 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 18. Jul 2012 / 17:21 Uhr
In Damaskus wurde das Gebäude der Nationalen Sicherheit angegriffen.
In Damaskus wurde das Gebäude der Nationalen Sicherheit angegriffen.

New York - Bei dem Selbstmordanschlag auf die Führung der syrischen Sicherheitskräfte sind mindestens drei hohe Vertreter der Führung in Damaskus tödlich getroffen worden.

5 Meldungen im Zusammenhang
General Hassan Turkmani, der die Krisenzelle zur Zerschlagung der Rebellion leitete, sei seinen Verletzungen erlegen, teilte die in London ansässige Beobachtungsstelle am Mittwoch unter Berufung auf «Quellen in der syrischen Hauptstadt» mit.

Bereits zuvor wurde bekannt, dass dem Anschlag in Damaskus am Morgen Verteidigungsminister Daud Radschha und sein Stellvertreter Assef Schaukat, ein Schwager von Präsident Baschar al-Assad zum Opfer gefallen waren. Eine offizielle Bestätigung für den Tod Turkmanis lag zunächst nicht vor.

Der Anschlag zielte auf ein Treffen von Kabinettsmitgliedern und ranghohen Vertretern der Sicherheitsdienste im streng gesicherten Gebäude der Nationalen Sicherheit.

Im Zentrum der Macht

Das angegriffene Gebäude befindet sich im Zentrum der syrischen Hauptstadt in einem stark abgesicherten Viertel. Die Behörde für Nationale Sicherheit wird von General Hischam Ichtiar geleitet. Der 71-jährige General gilt als eine der treibenden Kräfte bei der Niederschlagung der syrischen Aufständischen, die seit dem März 2011 den Sturz der Führung um Präsident Baschar al-Assad anstreben.

Bei mehreren Anschlägen in Damaskus in den vergangenen Monaten waren Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Die Opposition und das Regime hatten sich jeweils gegenseitig beschuldigt.

Abgesehen von dem Anschlag zählten die Regimegegner am Mittwoch landesweit 18 Tote. Die meisten von ihnen seien von Regierungstruppen in den Provinzen Homs und Daraa getötet worden, hiess es. Angriffe habe es auch in Damaskus gegeben, vor allem in den Vierteln Al-Kabun und Al-Midan.

Ban wirbt in China für Resolution

Derweil wird die neue Abstimmung des UNO-Sicherheitsrates über eine Resolution zum Konflikt in Syrien mit Spannung erwartet. Im Vorfeld führte UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon Gespräche mit der Veto-Macht China. Er kam am Mittwoch in Peking mit dem chinesischen Präsidenten Hu Jintao zusammen.

Ban will bei den Gesprächen versuchen, China zu einer Unterstützung des vom Westen eingebrachten Resolutionsentwurfs zu bewegen, über den noch am Mittwoch im Sicherheitsrat abgestimmt werden soll.

Dies gilt allerdings als schwierig. Peking und Moskau haben bereits zwei Mal eine aussagekräftige Resolution gegen die Führung des mit ihnen verbündeten syrischen Präsidenten Baschar al-Assad verhindert.

Mandat der UNO-Beobachtermission läuft aus

Der Resolutionsentwurf sieht eine Verlängerung des Beobachtereinsatzes in Syrien um drei Monate und Sanktionen vor, falls sich Damaskus nicht an den Friedensplan des Sondergesandten Kofi Annan hält.

Die Abstimmung ist nötig, da am Freitag das Mandat der UNO-Beobachtermission ausläuft und diese ohne eine Verlängerung enden würde. Die Beobachter sollen die Einhaltung des Friedensplans überwachen, haben ihren Einsatz aber wegen der Gewalt derzeit ausgesetzt.

(bg/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
2
Forum
Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von 2 Leserinnen und Lesern kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Damaskus - Bei einem Anschlag in der Altstadt von Damaskus sind am Sonntag mindestens zehn Menschen getötet worden. Bei ... mehr lesen
Vor einer Polizeistelle in Damaskus explodierte eine Autobombe, welche mindestens zehn Menschen das Leben kostete. (Symbolbild)
Über die Resolution stimmt der UNO-Sicherheitsrat morgen Donnerstag ab.
New York - Der UNO-Sicherheitsrat hat die ursprünglich für Mittwoch vorgesehene Abstimmung im UNO-Sicherheitsrat ... mehr lesen
Moskau - Der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan hat Präsident Baschar al-Assad angesichts Tausender Todesopfer ... mehr lesen
Recep Tayyip Erdogan (Bild) fordert den Rücktritt von Baschar al-Assad. (Archivbild)
Annan trifft sich mit Putin zu Gesprächen. (Archivbild)
Moskau - Der internationale Syrien-Beauftragte Kofi Annan hofft nach Gesprächen in Moskau auf eine Einigung im UNO-Sicherheitsrat ... mehr lesen
Beirut/Moskau - Die syrische Hauptstadt Damaskus ist am Montag den zweiten Tag in Folge von schweren Kämpfen ... mehr lesen
Kämpfe in Damaskus. (Archivbild)
Fürchterlich
Man muss zusehen wie ein Land einfach zum Teufel geht. Blutbad folgt auf Blutbad und dazwischen stehen die Menschen.... Das alles wird noch viel schlimmer und man kann wohl wirklich nichts tun....... Man fragt sich wirklich, warum muss das immer wieder so sein. Scheinbar muss es.
schändliche Haltung
von news.ch!! Gerade mal einen halben Tag lang stand das Interview mit Lawrow zum Lesen bereit um dann in der gewollten Versenkung zu verschwinden und der westlich, zionistischen Propaganda Platz zu machen. Die teuflischen Anstrengungen des Westens, den Mittleren Osten im Chaos versinken zu lassen führt unweigerlich zum Aufeinanderprallen der Supermächte, wobei diesmal die "Guten" die "Bösen" sind und umgekehrt. News.ch sollte sich um Abstand zu den gelenkten Medien bemühen, wenn es denn kann. Andernfalls auch Ihr zum rubbish gehört.
Joe Biden reiste in die Türkei. (Archivbild)
Joe Biden reiste in die Türkei. (Archivbild)
Stärkeres Engagement gegen IS gefordert  Istanbul - US-Vizepräsident Joe Biden ist am Samstagnachmittag in Istanbul mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zusammengetroffen. Einzelheiten wurden nach Angaben der Nachrichtenagentur Dogan zunächst nicht bekannt. 
Türkei offeriert dem Irak militärische Hilfe Bagdad - Die Türkei bietet dem Irak im Kampf gegen die Terrormiliz ...
US-Vizepräsident Biden entschuldigt sich bei Erdogan Beirut - US-Vizepräsident Joe Biden hat sich am Samstag beim ...
Drei US-Radargeräte für die Ukraine  Washington - Russlands Aussenminister Sergej Lawrow hat dem Westen vorgeworfen, mit den im ...  
Poroschenko legt Kranz in Kiew nieder Kiew - Ein Jahr nach Beginn der prowestlichen Maidan-Proteste in Kiew hat der ...
Poroschenko bittet USA um Waffen Washington/Wien - Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat bei einem USA-Besuch um ...
Titel Forum Teaser
  • Menschenrechte aus Bern 115
    entdecker amerika so was von Blödsinn habe ich schon lange nicht mehr gehört, ... heute 17:34
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2582
    Die... Ukraine wurde 20 Jahre lang sehr schlecht regiert. In wenigen Monaten ... Do, 20.11.14 12:59
  • thomy aus Bern 4171
    Ja, das könnte so sein, nicht wahr!? Was wir doch alles diesen Intelligenzlern zu verdanken haben ... Schon ... Mi, 19.11.14 18:38
  • Kassandra aus Frauenfeld 1065
    Natürlich Muslime haben auch das archimedische Prinzip und die ... Mi, 19.11.14 12:42
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2582
    Gut... zu wissen! Die OSZE hat über 100 Brüche der Waffenruhe in der Ukraine ... Mo, 17.11.14 19:58
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2582
    Russland... kann mit Bomberflügen oder mit Ausweisungen von Diplomaten in Europa ... Mo, 17.11.14 13:58
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2582
    Was... kommt als Nächstes von R. Erdogan? Relativitätstheorie von den Osmanen ... So, 16.11.14 19:45
  • Kassandra aus Frauenfeld 1065
    Es geht doch lediglich darum, die eigene Bevölkerung zu beruhigen. Ob ein Rumäne in ... So, 16.11.14 17:39
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SA SO MO DI MI DO
Zürich 6°C 12°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 4°C 11°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 7°C 11°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Bern 2°C 10°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 4°C 8°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Genf 6°C 12°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 4°C 12°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten