Drei von vier Bundesratsparteien auf der Suche
publiziert: Donnerstag, 4. Mrz 2004 / 21:10 Uhr

Bern - Seit den Wahlen vom 19. Oktober 2003 hat von den Vorsitzenden der vier Bundesratsparteien nur SVP-Präsident Ueli Maurer durchgehalten. Die CVP muss Philipp Stähelin ersetzen, die SP Christiane Brunner, die FDP nun Christiane Langenberger.

Ueli Maurer ist seit 1996 unbestritten Präsident der SVP.
Ueli Maurer ist seit 1996 unbestritten Präsident der SVP.
Als erster gab am 11. Dezember der Thurgauer Ständerat Stähelin seinen Rücktritt als CVP-Präsident auf Anfang 2004 bekannt. Seine Partei, deren Vorsitzender er erst seit Mai 2001 war, hatte bei den Nationalratswahlen deutliche Verluste erlitten und am 10. Dezember 2003 auch noch ihren zweiten Sitz im Bundesrat eingebüsst.

Gegenwärtig steht Vizepräsidentin Doris Leuthard interimistisch am Steuer der CVP. Definitiv geregelt werden soll die Nachfolge Stähelins erst am 18. September, denn vorher will die Partei über ihre programmatische Erneuerung entscheiden.

Die SP wählt am Samstag

Als nächste kündigte am 19. Dezember 2003 die seit Oktober 2000 amtierende SP-Präsidentin Christiane Brunner ihren Rücktritt an. Unter der Führung der Genfer Ständerätin hat die SP die Turbulenzen aus der Ära von Ursula Koch überwinden können und auch bei den Nationalratswahlen respektabel abgeschnitten.

Der SP-Parteitag wählt den Nachfolger Brunners am kommenden Samstag in Basel. Zur Auswahl stehen die Nationalräte Hans-Jürg Fehr aus dem Kanton Schaffhausen und Werner Marti aus dem Kanton Glarus.

Maurer fest im Sattel

Als grösste Verliererin der letzten Wahlen muss nun auch die FDP einen neuen Präsidenten oder eine neue Präsidentin suchen. Von den drei Demissionären war die Waadtländer Ständerätin Christiane Langenberger am wenigsten lang im Amt. Sie hatte erst im Januar 2003 die Nachfolge von Gerold Bührer angetreten.

Äusserst stabile Verhältnisse herrschen bei der SVP, deren Führungsequipe sich Ende März zur Wiederwahl stellt. Der Zürcher Nationalrat Ueli Maurer ist seit Januar 1996 unangefochtener Präsident der Partei, die sich als klarer Sieger der Wahlen feiern lassen konnte.

Ein Verschleiss-Job?

Schon Maurers Vorgänger Hans Uhlmann hatte die SVP ganze acht Jahre angeführt, nachdem Adolf Ogi nach vier Jahren von der Parteispitze weg in den Bundesrat befördert worden war.

Wesentlich häufiger auf Kandidatensuche gehen musste in jüngerer Zeit die CVP. Stähelins Vorgänger Adalbert Durrer brachte es zwar auf eine Amtszeit von immerhin gut vier Jahren. Zuvor hatten aber Anton Cottier nur zwei Jahre und neun Monate und Carlo Schmid bloss zwei Jahre und drei Monate regiert.

Lange Amtszeiten gab es bei FDP und SP. Vor Gerold Bührer, der nur 19 Monate Präsident war, hatte bei der FDP Franz Steinegger zwölf Jahre lang die Stellung gehalten. Bevor Ursula Koch die SP für kurze zwei Jahre und neun Monate leitete, sassen Peter Bodenmann sieben und Helmut Hubacher gar 15 Jahre am Steuer.

(rr/sda)

 
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