75,4 Prozent
Drei von vier Wehrpflichtigen sind diensttauglich
publiziert: Montag, 29. Feb 2016 / 15:46 Uhr
63,7 Prozent der Eingeteilten werden die Reihen der Armee auffüllen.
63,7 Prozent der Eingeteilten werden die Reihen der Armee auffüllen.

Bern - Im letzten Jahr haben sich gut drei Viertel aller Stellungspflichtigen - 75,4 Prozent - als tauglich für den Dienst in Militär oder Zivilschutz herausgestellt. Das sind etwas mehr als noch 2014. Am tauglichsten erwiesen sich einmal mehr die Landbewohner.

4 Meldungen im Zusammenhang
Insgesamt prüften die sechs Rekrutierungszentren letztes Jahr 39'857 Stellungspflichtige auf Herz und Nieren, wie das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) in einer Mitteilung vom Montag schreibt. 38'179 erhielten den definitiven Entscheid. Die restlichen wurden zurückgestellt.

63,7 Prozent der Eingeteilten werden die Reihen der Armee auffüllen. Rund 3600 davon dienen durch, leisten ihren Militärdienst also am Stück. Von den 191 Frauen, die sich freiwillig stellten, erwiesen sich 136 als militärdiensttauglich.

4461 Wehrpflichtige und damit 11,7 Prozent erfüllen ihre Pflicht am Vaterland im Zivilschutz. Ein Viertel der Stellungspflichtigen muss gar nicht einrücken, weil die Armee sie als medizinisch untauglich eingestuft hat. 2014 waren 73,5 Prozent diensttauglich; 61,6 Prozent fürs Militär und 11,9 Prozent für den Zivilschutz.

Schlusslicht ist der Kanton Jura

Am tauglichsten für den Wehrdienst erwiesen sich einmal mehr die Stellungspflichtigen aus den ländlichen Kantonen. Mit 76,4 Prozent verzeichnete Appenzell Innerrhoden die höchste Rate von Militärdiensttauglichen, gefolgt von Luzern und Obwalden mit rund 76 Prozent. Auch in Nidwalden, Appenzell Ausserrhoden, Baselland, Uri und Aargau liegt der Wert über 70 Prozent.

Am anderen Ende der Rangliste finden sich die Kantone Jura und Neuenburg. Im Jura wurden 47,3 Prozent für den Militärdienst tauglich erklärt, in Neuenburg 50,1 Prozent.

333 Stellungspflichtige dürfen keinen Militärdienst leisten, da sie als allzu gefährlich eingestuft wurden. Wie das VBS mitteilte, will die Armee mit der Sicherheitsprüfung sicherstellen, dass Personen, die ein mögliches Risiko für die Umwelt darstellen, keine Armeewaffe erhalten.

Gründe für Untauglichkeit können sowohl körperliche als auch psychische Probleme sein. Bei den körperlichen stünden Rücken- und Gelenkleiden im Vordergrund, schreibt das VBS. Bei den psychischen Problemen gehörten mangelnde Belastbarkeit, Drogenkonsum, depressive Verstimmungen und Ängste zu den Ausschlussgründen.

(cam/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Im vergangenen Jahr sind gut drei von vier Stellungspflichtigen - 76,6 Prozent - als diensttauglich für den Militärdienst ... mehr lesen
Die höchste Rate an Diensttauglichen haben nach wie vor ländliche Kantone wie die beiden Appenzell und Uri.
Das Stimmvolk möchte die Armee behalten.
Bern - In der Schweiz wird die Wehrpflicht nicht abgeschafft. Volk und Stände ... mehr lesen
Bern - Im vergangenen Jahr wurde mehr als jeder fünfte Stellungspflichtige für dienstuntauglich erklärt. Gegenüber ... mehr lesen
Letztes Jahr wurde mehr als jeder fünfte Stellungspflichtige für dienstuntauglich erklärt. (Archivbild)
Das Parlament will wie der Bundesrat an der allgemeinen Wehrpflicht festhalten. (Symbolbild)
Bern - Das Parlament will wie der Bundesrat an der allgemeinen Wehrpflicht festhalten. Der Ständerat empfiehlt wie der ... mehr lesen 6
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 17
Die Armee wächst in ihrem Ansehen.
Die Armee wächst in ihrem Ansehen.
In unsicheren Zeiten  Bern - Flüchtlingsströme, Terrorismus und Kriege verunsichern die Bevölkerung. Nie haben Schweizerinnen und Schweizer die weltpolitische Lage in den letzten Jahren so düster eingeschätzt wie heute. Mit der Unsicherheit wächst die Bedeutung der Armee. mehr lesen 1
Vermutlich Wirtschaftsspionage  Bern - Beim Cyber-Spionage-Angriff auf den bundeseigenen Rüstungskonzern ... mehr lesen
Es sei konkret danach gesucht worden, welche Projekte die RUAG derzeit am laufen habe.
Schweizer Firmen unterschätzen Cyberrisiken Zürich - Schweizer Firmen unterschätzen die Cyberrisiken beim Internet der Dinge. In einer KPMG-Studie gaben ...
Vernetzte Technologielandschaften bieten deutlich mehr Angriffsflächen.
Die vielen Hinweise auf Cyberangriffe, die der NDB von Partnerdiensten erhalte, seien meist sehr vage. (Symbolbild)
Unternehmen sollen sich gegen Cyberspionage wappnen Bern - Nach dem Cyberspionageangriff auf den bundeseigenen Rüstungskonzern RUAG fordert Nachrichtendienstchef Markus ...
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 15°C 28°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Basel 14°C 29°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
St. Gallen 14°C 26°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Bern 13°C 28°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Luzern 14°C 28°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Genf 14°C 30°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Lugano 18°C 28°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten