Quer-WM in Zolder
Dreifacher WM-Triumph der Belgier - Frischknecht Zehnter
publiziert: Sonntag, 3. Feb 2002 / 16:38 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 3. Feb 2002 / 21:33 Uhr

Zolder - Totale Dominanz der Belgier bei der Heim-WM in Zolder. Mario de Clercq siegte im Spurt vor seinen Landsleuten Tom Vannoppen und Sven Nijs. Es war nach 1998 und 1999 der dritte Titelgewinn für den belgischen Meister. Die Schweizer konnten wie erwartet nicht in die Entscheidung eingreifen. Thomas Frischknecht klassierte sich als Bester im 10. Rang.

Mario de Clerq fuhr zu seinem dritten Weltmeistertitel.
Mario de Clerq fuhr zu seinem dritten Weltmeistertitel.
Bei den Espoirs verpasste Michael Baumgartner, der grösste Schweizer Hoffnungsträger der Titelkämpfe, eine Medaille um nahezu eine Minute und beendete das Rennen nur auf Platz 7.

Die Belgier, die fünf von sechs Weltcup-Rennen dieser Saison gewonnen hatten, dominierten die Weltmeisterschaften vom ersten Kilometer an. Die WM wurde so zu einem Spiegelbild des bisherigen Saisonverlaufes. Und zu Beginn der letzten Runde war klar, dass der gesamte Medaillensatz in Belgien bleiben würde. Das Trio De Clercq, Vannoppen und Nijs wies einen Vorsprung von über 20 Sekunden auf die ersten Verfolger auf. Zu diesem Zeitpunkt hatte Titelverteidiger Erwin Vervecken nach dem zweiten Reifendefekt bereits aufgeben müssen.

Am Schluss setzte sich de Clercq nicht überraschend gegen seine beiden Gefährten im Spurt durch. Der 36-Jährige, der seit 1998 bei Titelkämpfen immer auf dem Podest stand, spielte seine Überlegenheit im Sprint in der finalen Entscheidung aus. Nijs und Vannoppen hatten zuvor auf den letzten Kilometern des schnellen Parcours vergebens versucht, den Team-Senior zu distanzieren. So endete das Rennen auch mit einem Erfolg der älteren Generation. Die Jugend -- vertreten durch den dreimaligen Saisonsieger Nijs (25) -- musste noch einmal zurückstehen. Nijs wartet somit noch immer auf seinen ersten Titel bei der Elite.

Das Schweizer Quintett fuhr der belgischen Spitze mit sicherem Abstand hinterher. Dennoch ist der 10. Platz von Thomas Frischknecht ein achtbares Ergebnis -- und vor allem eine klare Steigerung gegenüber dem Vorjahr, als Jan Ramsauer als bester Schweizer 27. geworden war. Ausser den Belgiern und Holländern war einzig der Franzose Dominique Arnould (6.) besser als Frischknecht.

Frischknecht sprach danach von seinem besten Rennen der Saison. In den Massensturz kurz nach dem Start war der Zürcher zwar nicht involviert, dennoch verlor er dabei viel Zeit und kam erst als 40. ins Gelände. Beat Wabel, dem mit dem 10. Platz beim Weltcup-Rennen in Igorre (Sp) das beste Schweizer Saisonresultat gelungen war, wurde 14. Christian Heule hielt sich ebenfalls lange unter den ersten 15, doch forcierte der Berner dabei zu stark und fiel noch auf Platz 25 zurück.

Baumgartner verpasst Medaille bei den Espoirs klar

Enttäuschend schnitt Espoir Baumgartner ab. Der 22-jährige Zürcher Oberländer hatte sich in der 2. von insgesamt 7 Runden in die siebenköpfige Spitzengruppe vorgekämpft, nach knapp zwei Dritteln des gut 21 km langen Rennens verlor Baumgartner den Kontakt mit der Vorhut aber wieder.

Die frühlingshaften Temperaturen hätten ihm Mühe beim Atmen bereitet, sagte Baumgartner. Der Junioren-Weltmeister von 1998 büsste schliesslich 57 Sekunden ein. Er bestritt seine letzte WM bei den Espoirs, altershalber fährt Baumgartner die nächste Saison in der Elite-Kategorie.

Die Entscheidung fiel im Spurt zwischen fünf Fahrern: Der Holländer Thijs Verhagen setzte sich etwas überraschend vor dem Belgier Davy Commeyne durch.

Schon nach wenigen Metern war das Rennen für Michael Müller aus Steinmaur vorbei. Er prallte unmittelbar nach dem Start in eine Absperrstange und erlitt schwere Prellungen und Fleischwunden. Das Spital konnte Müller am Samstag wieder verlassen.

Im Rennen der Junioren gehörte auch Pirmin Lang zu den Pechvögeln, die durch einen Massensturz kurz nach dem Start behindert wurden. Insofern darf der Schweizer mit den 56 Sekunden Rückstand und dem 10. Rang zufrieden sein. Stefan Trafelet, dem ebenfalls eine gute Platzierung zugetraut worden war, stürzte mehrmals, verlor bis ins Ziel etwas mehr als zwei Minuten und kam über den 25. Rang nicht hinaus. Die Entscheidung fiel in der letzten von sechs Runden innerhalb eines Spitzen-Sextetts. Der Belgier Kevin Pauwels erwies sich schliesslich als der konditionsstärkste Fahrer und siegte mit elf Sekunden Vorsprung vor dem Polen Krzystof Kuzniak.

Bei den Frauen gewann überraschend Laurence Leboucher. Die Französin verwies Titelverteidigerin Hanka Kupfernagel aus Deutschland auf den 2. Platz. Kupfernagel hatte bei den ersten beiden Weltmeisterschaften der Frauen 2000 und 2001 jeweils gesiegt.

(kil/sda)

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