Skip an internationalem Titelkampf
Dritter Anlauf für Binia Feltscher
publiziert: Donnerstag, 13. Mrz 2014 / 15:20 Uhr
Feltscher will eine persönliche Bestleistung aufstellen.
Feltscher will eine persönliche Bestleistung aufstellen.

Zum dritten Mal vertritt die Flimser Curlerin Binia Feltscher die Schweiz als Skip an einem internationalen Titelkampf. An der am Samstag beginnenden Frauen-WM im kanadischen Saint-John will sie eine persönliche Bestleistung aufstellen.

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Der 10. Platz an der WM vor vier Jahren in Swift Current (Ka) und der 7. Platz an der EM 2011 in Moskau waren nicht das, was sich die heute 35-jährige Bündnerin vorgestellt hatte. Beide Male beendete sie die Turniere mit deutlich negativen Siegesbilanzen: 3:8 an der WM, 4:7 an der EM.

Bei ihrem dritten bedeutenden Auftritt will Schweizer Meisterin Binia Feltscher beweisen, dass sie als Teamchefin zu ähnlichen Leistungen und Erfolgen fähig ist wie zu den Zeiten, als sie als Nummer 3 im Team von Mirjam Ott unter anderem Olympia-Silber (2006) gewann.

Feltscher ist überzeugt davon, dass sie heute die besseren Karten hat als an den letzten grossen Meisterschaften - was die Erfahrung angeht, aber auch bezüglich der Leistungsfähigkeit des Teams. «Es ist klar, dass wir heute um einiges weiter sind als noch vor zwei, drei Jahren.» Viel geholfen habe in dieser Beziehung der Zuzug der erfahrenen und spielstarken Irene Schori für die dritte Position.

Mirjam Ott bleibt das Mass

Das Schweizer Frauencurling ist heute vordergründig in einer recht komfortablen Lage. Sowohl Feltscher als auch die Zürcherin Silvana Tirinzoni vom CC Aarau und die CC-Bern-Spielerin Michèle Jäggi haben mit ihren Teams auf internationalem Niveau an freien Turnieren schon reihenweise Spitzenergebnisse erzielt. Alle drei sind jedoch noch den Beweis schuldig, dass sie auch an den grossen Titelkämpfen Medaillen gewinnen und Ähnliches leisten können, wie es der 42-jährigen Bernerin Mirjam Ott vom CC Davos immer wieder gelungen ist. Jäggi konnte bis heute noch keine interne Schweizer Ausscheidung gewinnen und damit auch nie an EM oder WM teilnehmen.

Den WM-Startplatz in Kanada sicherte sich Feltscher mit dem 11:3-Finalsieg gegen Tirinzoni an der Schweizer Meisterschaft im Februar in Schaffhausen. Mirjam Ott konnte die SM wegen des gleichzeitig stattfindenden Olympia-Turniers nicht bestreiten und hatte mithin keine Möglichkeit, sich für die WM zu qualifizieren.

Nur drei Olympia-Teams dabei

Eine gute Chance könnte für die beiden Bernerinnen Christine Urech (Nummer 1) und Fränzi Kaufmann (2), die Zürcherin Irene Schori, Binia Feltscher und Ersatzspielerin Martina Baumann aus Grindelwald darin bestehen, dass nur gerade drei Nationen jene Teams in die kanadische Provinz New Brunswick entsenden, die auch schon an den Winterspielen in Sotschi mitgespielt haben: Schweden (Margaretha Sigfridsson/Olympia-Zweite), Südkorea (Kim Ji-Sun) und Russland (Anna Sidorowa). Schottland, das nach dem letztjährigen Triumph von Eve Muirhead als Titelverteidiger antritt, und China schicken demgegenüber junge und unerfahrene Teams. Kanada ist nicht mit Olympiasiegerin Jennifer Jones vertreten, sondern mit der Formation von Rachel Homan, die sich an der WM 2013 in Riga mit dem 3. Platz begnügen musste.

Das WM-Startprogramm scheint für die Schweizerinnen günstig zu sein. Sie beginnen mit dem Match gegen die Deutschen. Das Team aus Garmisch hat sich nach verpasster Olympia-Qualifikation und nach einem handfesten Krach von Skip Andrea Schöpp, der zweifachen Weltmeisterin, getrennt. Neuer Skip ist die bisherige Nummer 3 Imogen Oona Lehmann, eine schweizerisch-deutsche Doppelbürgerin aus Basel. In der zweiten Partie treten die Schweizerinnen gegen China an, bevor sie es dann mit Kanada, dem ersten schweren Brocken, zu tun bekommen.

(ig/Si)

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