Drogenpolitik: Eltern fordern Änderungen
publiziert: Mittwoch, 10. Okt 2007 / 15:38 Uhr

Bern - Die Vereinigung «Eltern gegen Drogen» fordert einen Richtungswechsel in der Schweizerischen Drogenpolitik. Die aktuelle Praxis mit Prävention, Therapie, Repression und Schadensminderung befinde sich in einer Sackgasse.

Die Heroinabgabe habe versagt, argumentiert die Vereiningung.
Die Heroinabgabe habe versagt, argumentiert die Vereiningung.
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«Wir wollen die Vier-Säulen-Politik aus der verfahrenen Situation befreien», sagte Sabina Geissbühler-Strupler, Präsidentin der Vereinigung, in Bern. Die Organisation legte vor den Medien dar, was aus ihrer Sicht bei der Umsetzung des Vier-Säulen-Modells falsch läuft.

Unter anderem möchte sie die Heroinverschreibung längerfristig abschaffen. «Die Heroinabgabe hat versagt, weil sie niemanden von der Sucht wegbringt», sagte Geissbühler-Stupler. Beim Stichwort Repression fordert die Organisation unter anderem eine konsequente Umsetzung des Betäubungsmittelgesetzes.

Gesetz in der Überarbeitung

Bei der Suchtprävention müsse insbesonders über die Gefahren von Cannabis aufgeklärt werden, findet die Elternvereinigung. Die Kosten und Nutzen der Hilfsangebote im Drogenbereich müssten evaluiert werden, lautet eine weitere Forderung der Organisation.

Die Schweizer Betäubungsmittelgesetzgebung wird zurzeit überarbeitet. Nach dem Willen des Nationalrats soll neu Abstinenz als Hauptziel der Schweizer Drogenpolitik niedergeschrieben werden. Auch die Vier-Säulen-Politik und die Heroinabgabe will die Grosse Kammer im Rahmen einer Teilrevision gesetzlich verankern. Nun ist die Vorlage beim Ständerat.

(ht/sda)

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