Duell der Trainerfreunde um den Gruppensieg
publiziert: Mittwoch, 10. Mai 2006 / 00:05 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 10. Mai 2006 / 05:39 Uhr

Das letzte Schweizer WM-Vorrundenspiel gegen Schweden ist nicht nur entscheidend für die Ausgangslage in der Zwischenrunde, sondern auch das persönliche Duell zwischen den Trainern und langjährigen Freunden Ralph Krueger und Bengt-Ake Gustafsson.

Bengt-Ake Gustafsson und Ralph Krueger kennen sich sehr gut, der Schwede noch aus seiner aktiven Zeit.
Bengt-Ake Gustafsson und Ralph Krueger kennen sich sehr gut, der Schwede noch aus seiner aktiven Zeit.
Elf Jahre gingen die beiden Headcoaches den (mehr oder weniger) gleichen Weg. Zuerst mit Feldkirch, das sie mit Krueger als Trainer und Gustafsson als überragendem Akteur 1998 überraschend zum Gewinn der Euroliga führten, und während fünf Jahren auch in der Schweizer Nationalmannschaft. Die Rollen waren jeweils klar verteilt: Krueger war stets «Chef», Gustafsson der überaus wertvolle Gehilfe, der später in Karlstad (Färjestads BK) seinen Weg nach oben weiterführte.

Zumindest heute Mittwochabend wird zwischen Krueger und dem zweifachen Weltmeister Gustafsson aber Funkstille herrschen. Dann kommt es in der Skonto-Halle zum vierten Aufeinandertreffen zwischen der Schweiz und Schweden, seitdem «Gus» Mitte Februar 2005 das Amt des Nationaltrainers übernommen hat. Die Bilanz ist eindeutig. Dank den Erfolgen im WM-Viertelfinal 2005 (2:1), vor Turin 2006 (5:1) und auf dem Weg zum Triumph im olympischen Turnier im Viertelfinal (6:2) führt Gustafsson 3:0.

Ganz so stark wie im Olympiaturnier ist Schwedens Equipe, die definitiv auf den am Knie verletzten «Rotschopf» Jörgen Jönsson verzichten muss, in Lettland nicht besetzt. Im Kader stehen mit Goalie Stefan Liv, den Verteidigern Kenny Jönsson, Niklas Kronwall und Ronnie Sundin sowie den Stürmern Mika Hannula, Mikael Samuelsson und Henrik Zetterberg derzeit «nur» sieben Gold-Helden. Dennoch scheinen die Rollen klar verteilt. «Die Schweden sind Favorit», sagt Krueger mit Blick auf die Vergangenheit und auf aktuelle WM-Statistiken.

Powerplaystärke

Sieben ihrer bislang acht Tore (4:2 gegen die Ukraine, 4:0 gegen Italien) erzielte das in der Weltrangliste führende Tre-Kronor-Team im Powerplay. «Wenn wir etwas Spezielles erreichen wollen, müssen wir unsere Anzahl Strafen pro Spiel auf 6 oder weniger runterbringen», kalkuliert Krueger. «Um gute Chancen auf den Viertelfinal zu haben, müssen wir unsere kombinierten Über- und Unterzahlwerte auf über 110 Prozent kriegen.»

Derzeit steht die Schweiz in dieser Kruegerschen Zahlenspielerei bei 107 (94% Boxplay/13% Ausbeute im Powerplay) und hat zumindest bei nummerischer Unterlegenheit noch Potenzial zur Verbesserung. Im Penalty Killing ist dies nicht mehr möglich. Die Schweiz führt mit nur einem Gegentor in 28:36 Minuten Unterzahl diese Wertung an.

(von Stefan Baumgartner, Riga/Si)

 
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