Duell der sturen Milliardäre verschoben
publiziert: Montag, 8. Feb 2010 / 08:16 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 9. Feb 2010 / 00:09 Uhr

Um 10.06 Uhr hätte der 33. America's Cup vor Valencia gestartet werden sollen. Fehlende Winde führten aber dazu, dass die Rennleitung nach fast vier Stunden die erste Wettfahrt der Best-of-3-Serie absagte und auf Mittwoch verschob.

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Das Warten auf das sportliche Kräftemessen zwischen den beiden Hightech-Booten Alinghi und BMW Oracle geht damit weiter. Dieses Mal war aber kein Gericht für die Verzögerung verantwortlich, sondern der fehlende Wind vor Valencia. Für den Renntag waren von den Meteorologen 5 bis 10 Knoten Wind erwartet worden. Diese Stärken wurden zwar erreicht, aber nur an einigen Stellen der vorgesehenen Wettkampfzone. In der ersten Wettfahrt hätte zuerst 37 km gegen und nach einem Wendemanöver 37 km mit dem Wind gesegelt werden müssen.

Auf der Suche nach Wind

Auf der Suche nach güngstigen Windverhältnissen fuhren Alinghi und BMW Oracle, die beide bereits um 6.30 Uhr früh ihre jeweilige Basis verliessen, bis zu 25 Seemeilen ins offene Meer hinaus. Nachdem bei der Wende-Boje einige Zeit konstante Windverhältnisse von 10 Knoten gemessen worden waren, wurde kurz vor Mittag die Startzone dorthin verschoben. Genützt hat aber alles nichts; die Jury wartete insgesamt 3:45 Stunden ab, bevor sie die Regatta absagte und auf morgen ansetzte.

Mit dieser Verzögerung verschiebt sich auch das gesamte Rennprogramm am America's Cup. Da die Stiftungsurkunde «Deed of Gift» zwischen jedem Renntag einen Werktag als Pause verlangt und Alinghi als Titelverteidiger im Vorfeld die Renntage festsetzte, wird nicht schon heute (Dienstag), sondern erst am Mittwoch ein weiterer Anlauf zum Cup-Auftakt unternommen. Die zweite Wettfahrt findet am Freitag statt. Eine allfällige dritte Regatta ist für Sonntag, 14. Februar terminiert.

Jahrelange Justiz-Odyssee

Alinghi vs. BMW Oracle wird nach einer jahrelangen Justiz-Odyssee als Duell der sturen Milliardäre in die Geschichte eingehen. Dabei hat vor allem Alinghi-Chef Ernesto Bertarelli mit seinem im Jahr 2000 ins Leben gerufenen Segel-Projekt dafür gesorgt, dass die Schweiz zur «Segel-Nation» wurde. 2003 holte er mit Alinghi den seit 1851 ausgetragenen America's Cup erstmals nach Europa; 2007 wiederholte er diesen Exploit für die Société Nautique de Genève (SNG).

Keine Frage: Ab Mittwoch nun stehen sich die modernsten und teuersten Segelboote der Welt gegenüber. Alinghi ist ein über 27 Meter langer Katamaran (Zweirumpf-Boot) mit einem rund 50 Meter hohen Mast - so hoch wie ein 17-stöckiges Gebäude. Die genauen Masse des Bootes hält das Schweizer Syndikat geheim.

100'000 Arbeitsstunden

100'000 Stunden wurden zum Bau von «Alinghi 5» investiert, 30'000 Quadratmeter Karbonfaser wurden dafür benötigt. Das Segel von Alinghi ist so gross, dass 20 Leute gebraucht werden, um es zu tragen.

Demgegenüber steht BMW Oracle mit seinem Trimaran (Dreirumpf-Boot). Bei diesem Boot imponiert das 57 Meter hohe Flügelsegel: es ist grösser als die Tragfläche einer Boeing 747. Allein für den Bau dieses Segels wurden 40'000 Arbeitsstunden benötigt. Der Trimaran, mit dem laut Oracle im Training Geschwindigkeiten von 40 Knoten (rund 74 km/h) erreicht wurden, ist schwerer als der Alinghi-Katamaran; es ist deshalb zu erwarten, dass BMW Oracle bei höheren Windstärken einen Vorteil gegenüber dem Schweizer Syndikat hat.

 

(fest/Si)

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