Düstere Stimmung in Bethlehem
publiziert: Montag, 25. Dez 2006 / 08:45 Uhr

Bethlehem - Der lateinische Patriarch von Jerusalem, Michel Sabbah, hat in der Geburtskirche von Bethlehem zum Frieden im Nahen Osten aufgerufen.

Der lateinische Patriarchat Michel Sabbah.
Der lateinische Patriarchat Michel Sabbah.
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An der traditionellen Mitternachtsmesse forderte Sabbah die Palästinenser auf, die blutigen Auseinandersetzungen zwischen der Fatah von Präsident Mahmud Abbas und der radikal-islamischen Hamas von Ministerpräsident Ismail Hanija zu beenden.

Der Stellvertreter des Papstes in Jerusalem sagte in Anwesenheit von Abbas, die politischen Führer Israels, der Palästinenser und der internationalen Gemeinschaft sollten Massnahmen ergreifen, um das «Zeitalter des Todes» zu beenden und ein «neues Zeitalter in der Geschichte des Heiligen Landes» beginnen.

Wenige Touristen

Der Patriarch war an der Spitze einer christlichen Prozession, die aus Jerusalem angereist war, am Nachmittag auf dem Krippenplatz vor der Kirche eingetroffen. Trotz eines sonnigen klaren Himmels herrschte in Bethlehem düstere Stimmung.

Nach den Worten von Bürgermeister Viktor Bartaseh haben die Händler keine Hoffnung auf ein einträgliches Weihnachtsgeschäft. Die politische Lage in den Autonomiegebieten schrecke ausländische Touristen vor einem Besuch der Geburtsstadt von Jesus ab.

Mitternachtsgebet abgesagt

Er rechne damit, dass in diesem Jahr nur etwa 10 000 Besucher nach Bethlehem kommen werden, sagte Bartaseh. Dies seien halb so viele wie im vergangenen Jahr und nur ein Fünftel der Besucher vor der Intifada.

Wegen der innerpalästinensischen Spannungen sagte die römisch- katholische Kirche in Gaza-Stadt das geplante Mitternachtsgebet ab.

Unbekannte feuerten am Abend Schüsse auf das Haus der palästinensischen Aussenministers Mahmud al-Sahar von der Hamas-Bewegung ab. Die Behörden gingen davon aus, das Aktivisten der Fatah-Organisation hinter dem Angriff steckten.

(ht/sda)

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