Duma verabschiedet Resolution für Tschernobyl-Opfer
publiziert: Samstag, 22. Apr 2006 / 00:04 Uhr

Moskau/Brüssel - 20 Jahre nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl hat sich das russische Parlament einen Ruck gegeben.

Ein Soldat bewacht die abgesperrte Zone nach der Tschernobyl-Katastrophe.
Ein Soldat bewacht die abgesperrte Zone nach der Tschernobyl-Katastrophe.
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Es verpflichtete sich, die Lebensbedingungen der Opfer zu verbessern und einen Beitrag zur Vermeidung von Atomkatastrophen zu leisten. Für eine entsprechende Resolution stimmten alle 421 anwesenden Duma- Abgeordneten. In dem Text wird auch «der Mut, die Opferbereitschaft und der Heroismus» der Teilnehmer an der Beseitigung der Folgen der Katastrophe gewürdigt.

Der Reaktor 4 des ukrainischen Atomkraftwerks Tschernobyl war am 26. April 1986 explodiert. Die dabei freigesetzte radioaktive Wolke verseuchte weite Teile Europas, besonders jedoch die damaligen Sowjetrepubliken Ukraine, Russland und Weissrussland.

93000 Krebstote möglich

Die Umweltorganisation Greenpeace hält die dieses Jahr veröffentlichte Schätzung der russischen Akademie der Wissenschaften für «sehr realistisch», wonach in Folge des Tschernobyl-Unfalls 93 000 Menschen an Krebs gestorben seien oder in Zukunft sterben werden.

Die von der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) im September 2005 vorgelegte Zahl von rund 4000 Todesopfern bezeichnete Greepeace angesichts der von der Akademie erwähnten Zahl von zusätzlichen 270 000 Krebsfällen als «grobe Vereinfachung».

Millionenhilfe der EU

Seit der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl hat die Europäische Kommission mit mehr als 470 Millionen Euro (umgerechnet 740 Millionen Franken) zu verschiedenen Hilfsprojekten beigetragen. Dies teilte die Brüsseler Behörde am Freitag mit. Die Hilfe diente zur Verbesserung der Sicherheit in Tschernobyl und zur Bewältigung der sozialen und ökologischen Folgen.

(ht/sda)

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