Durchbruch in Neapel
publiziert: Samstag, 29. Nov 2003 / 14:15 Uhr / aktualisiert: Samstag, 29. Nov 2003 / 14:57 Uhr

Neapel - Beim Aufbau einer gemeinsamen Verteidigungspolitik haben die EU-Staaten einen Durchbruch erzielt. In den zentralen Fragen sei ein Konsens erzielt worden, erklärten die Aussenminister von Frankreich und Grossbritannien in Neapel.

Jack Straw (l) und Dominique de Villepin sprechen von grossen Übereinstimmungen. (Archiv)
Jack Straw (l) und Dominique de Villepin sprechen von grossen Übereinstimmungen. (Archiv)
Bei ihren Verhandlungen zur EU-Verfassung hätten sich die Aussenminister auf Grundzüge einer strukturierten Zusammenarbeit geeinigt, sagten der französische Aussenminister Dominique de Villepin und sein britischer Amtskollege Jack Straw nach einem Treffen der europäischen Aussenminister übereinstimmend.

Die Initiative war von Deutschland, Frankreich und Grossbritannien ausgegangen und von der italienischen EU-Ratspräsidentschaft aufgenommen worden. Sie soll de Villepin zufolge die NATO ergänzen und allen interessierten EU-Staaten offen stehen. Die NATO bleibt die Allianz par excellence, ergänzte Straw.

Zum Inhalt der geplanten Abmachung betonte Straw: Entscheidungen über militärische Operationen müssen einstimmig getroffen werden. Eine Reihe von Einzelheiten muss den Angaben zufolge noch geregelt werden. So hätten sich die Minister bisher nicht in der Frage eines Hauptquartiers festgelegt, sagte Villepin.

(bsk/sda)

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