Durchbruch nach langem Machtkampf in Simbabwe
publiziert: Montag, 21. Jul 2008 / 17:57 Uhr / aktualisiert: Montag, 21. Jul 2008 / 22:08 Uhr

Harare - Nach monatelangem politischen Tauziehen in Simbabwe ist der Weg für eine Überwindung der Krise frei: Präsident Robert Mugabe und Oppositionsführer Morgan Tsvangirai unterzeichneten in der Hauptstadt Harare eine Grundsatzeinigung.

Präsident Mugabe will die Verfassung ändern.
Präsident Mugabe will die Verfassung ändern.
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Es war das erste Mal seit rund zehn Jahren, dass sich die beiden Kontrahenten an einen Tisch setzten. Im Beisein des südafrikanischen Präsidenten Thabo Mbeki setzten Mugabe und Tsvangirai ihre Unterschrift unter ein Abkommen, das die Aufnahme formeller Verhandlungen zur Überwindung der Krise vorsieht.

Tsvangirai sprach von einer «historischen Gelegenheit» für Simbabwe. Mugabe kündigte eine Änderung der Verfassung an. Die beiden Politiker reichten sich bei der Zeremonie in Simbabwe die Hände.

Demokratischer Wandel

Er sei überzeugt, dass der Verhandlungsprozess «von einem Erfolg gekrönt» werden könne, sagte Tsvangirai, der den Präsidenten als «Genosse Mugabe» bezeichnete. Mugabe sprach von einem Weg zu «neuen politischen Verhandlungen», ohne konkrete Details zu nennen.

Beide Seiten hätten sich verpflichtet, ein «intensives Arbeitsprogramm» zu bewältigen, sagte Mbeki. Die Verhandlungen sollten «so schnell wie möglich» abgeschlossen werden. Das Abkommen, das der Nachrichtenagentur AFP vorlag, sieht eine Frist bis zum Abschluss der Verhandlungen von zwei Wochen vor.

Mbeki versucht seit über einem Jahr, im Auftrag der Südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft (SADC) zwischen Mugabes Partei ZANU-PF und der oppositionellen Bewegung für einen Demokratischen Wandel (MDC) von Tsvangirai zu schlichten.

Der 84-jährige Mugabe war für eine sechste Amtszeit an der Spitze des Staates vereidigt worden, nachdem er als alleiniger Kandidat bei der Stichwahl angetreten war. Der Wahlgang wurde vom Westen als «Farce» kritisiert.

(tri/sda)

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