Tat in Flüchtlingslager
Dutzende Tote bei Anschlag in Nigeria
publiziert: Mittwoch, 10. Feb 2016 / 22:50 Uhr

Maiduguri - Bei einem Anschlag in einem Flüchtlingscamp in Nigeria sind Dutzende Menschen getötet worden. Der doppelte Selbstmordanschlag wurde am Dienstag im Lager Dikwa verübt, in dem Menschen vor der radikal-islamischen Terrorgruppe Boko Haram Zuflucht suchen.

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Wie Rettungskräfte im nordöstlichen Bundesstaat Borno am Mittwoch mitteilten, sprengten sich zwei Frauen in die Luft und rissen mindestens 35 Menschen mit in den Tod. Fast 80 Menschen wurden verletzt. Andere Quellen sprachen von 60 Toten.

Im rund 85 Kilometer von Maiduguri entfernten Lager haben den Angaben zufolge zahlreiche Menschen Zuflucht vor der Gewalt der Terrorgruppe Boko Haram gefunden. Ob diese Gruppe hinter den beiden Bombenanschlägen steckt, war zunächst nicht klar.

Doch könnte der Doppelanschlag möglicherweise eine Racheaktion für Armeeangriffe in der vergangenen Woche auf drei Dörfer in der Nähe der Stadt Kalabalge in Borno gewesen sein, die als Hochburgen von Boko Haram gelten. Dabei waren dutzende militante Kämpfer getötet worden.

Menschen befreit

Die nigerianischen Streitkräfte gelang es unterdessen bei zwei Einsätzen 284 Menschen aus der Gewalt von Boko Haram zu befreien. Dabei wurden 25 Kämpfer der Extremisten getötet, acht weitere konnten festgenommen werden, wie Militärsprecher Sani Usman am Mittwoch erklärte.

Die befreiten Geiseln werden Usman zufolge medizinisch untersucht und sollen nach ihrer Identifizierung in Vertriebenenlager gebracht werden. Beim Einsatz in Budumri seien 25 Kämpfer getötet worden, erklärte er. Usman machte keine Angaben zu möglichen Verlusten auf Seiten der nigerianischen Streitkräfte.

In Borno tobt seit sieben Jahren ein Aufstand der Boko Haram. Die Extremisten-Organisation kämpft für einen streng islamischen Staat nach den Grundsätzen der Scharia. Immer wieder greift sie Ortschaften an und verübt Anschläge, häufig zwingt sie Gefangene zu Selbstmordattentaten.

Boko Haram hat Tausende Menschen getötet und Hunderte verschleppt, vor allem Frauen und Mädchen. Millionen Menschen sind vor der Gewalt auf der Flucht.

(bg/sda)

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