Dutzende Tote bei Karnevalsfeiern
publiziert: Mittwoch, 21. Feb 2007 / 12:07 Uhr

Quito - Bei Karnevalsfeiern sind in mehreren Ländern Dutzende Menschen ums Leben gekommen. In vielen Fällen waren Alkoholmissbrauch und Verkehrsunfälle die Ursachen. Allein in Ecuador starben im Zusammenhang mit dem närrischen Treiben 24 Menschen.

Auf der ganzen Welt hat der Karneval auch negative Auswirkungen.
Auf der ganzen Welt hat der Karneval auch negative Auswirkungen.
Alkoholmissbrauch führte in Ecuador bei sieben Personen zum Tod. Unter ihnen waren auch Minderjährige. Weitere 17 Personen kamen bei Verkehrsunfällen ums Leben, wie die Zeitung «El Universo» am Dienstag berichtete.

In Bolivien wurden im Zusammenhang mit dem Karneval nach Berichten lokaler Medien in den vergangenen vier Tagen mindestens 17 Tote und 100 Verletzte gezählt. Die hauptsächlichen Todesursachen waren ebenfalls Verkehrsunfälle und Alkohlmissbrauch.

Herzinfarkt in Rio

Bei dem weltbekannten Karnevalsumzug im brasilianischen Rio de Janeiro erlag der Leiter der renommierten Samba-Schule Mangueira, Ricardo Veloso da Silva Pintos, einem Herzinfarkt, wie brasilianische Medien berichteten. Zudem wurde in Rio eine Frau überfahren. In anderen Regionen Brasiliens kamen zwei Menschen ums Leben, weil sie von Festwagen gestürzt waren.

In Belgien starb am Dienstag ein 21-jähriger Holländer. Der Mann sei auf dem Weg in das bei Lüttich gelegene Fourons gewesen, als ihn ein niederländischer Karnevals-Festwagen auf der Heimfahrt überrollte, teilte die Polizei mit.

Im westafrikanischen Guinea-Bissau starben seit Sonntag zehn Menschen in Unfällen und Auseinandersetzungen rund um den Karneval. 38 weitere wurden bei Strassenkämpfen verletzt. An dem Narrenfest in der ehemaligen portugisiesischen Kolonie nahmen mehr als 100 000 Menschen teil.

(bert/sda)

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