Dutzende Tunesier freiwillig ausgereist
publiziert: Mittwoch, 15. Aug 2012 / 15:00 Uhr
Rückkehrhilfe-Programm für Asylbewerber aus Tunesien angelaufen.
Rückkehrhilfe-Programm für Asylbewerber aus Tunesien angelaufen.

Bern - Die Rückkehrhilfe für Tunesierinnen und Tunesier findet Anklang. Nach Auskunft des Bundesamts für Migration (BFM) haben sich bisher 44 Personen dafür eingeschrieben, bereits sind 32 von ihnen freiwillig ausgereist.

Gemeinnützige internationale Hilfsorganisation
3 Meldungen im Zusammenhang
Das Programm läuft seit einem Monat. Es stützt sich auf ein Abkommen, das Justizministerin Simonetta Sommaruga im Juni mit Tunesien abgeschlossen hat. Dieses sieht unter anderem vor, dass rückkehrwillige Asylbewerber von der Schweiz einen Zustupf erhalten.

Nicht für Kriminelle

Grundsätzlich erhält jede erwachsene Person 1000 Franken und jedes Kind 500 Franken. Keine Rückkehrhilfe erhalten abgewiesene Asylsuchende sowie Personen, die in der Schweiz straffällig geworden sind. Das Geld wird den Rückkehrern nach Angaben des BFM vor der Abreise am Flughafen ausbezahlt.

Drei Monate nach ihrer Ankunft in Tunesien haben sie die Möglichkeit, Ideen für eine konkretes Projekt einem Komitee vorzustellen. Dieses ist mit Vertretern der Internationalen Organisation für Migration (IOM) und des Office des Tunisiens à l'étranger besetzt.

Wenn das Projekt angenommen wird, zahlt die IOM das Geld vor Ort in mindestens zwei Tranchen aus. Asylbewerber, für deren Verfahren die Schweiz zuständig ist, erhalten bis zu 4000 Franken. Ausserdem gibt es die Möglichkeit, für Gemeinschaftsprojekte bis zu 15'000 Franken zu erhalten.

Wenig Chancen auf Asyl

Mit dem Programm will der Bund Tunesierinnen und Tunesier, die in der Schweiz um Asyl ersucht haben, mit finanziellen Anreizen zur raschen Rückkehr in die Heimat motivieren. Die Chancen auf Asyl in der Schweiz sind für sie verschwinden klein, wie die Zahlen des BFM zeigen.

Im ersten Halbjahr 2012 sind 1275 Gesuche von tunesischen Staatsangehörigen eingegangen. Drei Personen haben Asyl erhalten. Ähnlich sah es im Vorjahr aus: 2574 Gesuche wurden eingereicht, sieben Personen erhielten Asyl. Dies entspricht einer Anerkennungsquote von 0,4 Prozent.

Die Schweiz hat ein grosses Interesse an der freiwilligen Rückkehr, da die Plätze für Asylbewerber knapp sind. Nach Angaben des BFM sind derzeit alle fünf Empfangszentren sowie die temporären Asylunterkünfte Eigenthal LU und Tschorren BE voll belegt.

Der Bund fördert die freiwillige Rückkehr auch in andere Länder. Im vergangenen Jahr zahlte er an insgesamt 2771 Personen Rückkehrhilfe aus.

(alb/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
2
Forum
Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von 2 Leserinnen und Lesern kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Die Schweizer Rückkehrhilfe hat sich aus Sicht des Bundesrates bewährt. Mit den finanziellen Zuschüssen an Menschen, ... mehr lesen 1
Seit der Einführung der Rückkehrhilfe im Jahr 1997 kehrten 168'000 Menschen in ihre Herkunftsländer zurück.
50 Prozent mehr Plätze in den Unterkünften belegt.
Basel - Die Asylsituation bei Bund und Kantonen ist angespannt, die Zahlen stiegen ... mehr lesen 1
Bern - Der Bund will Tunesierinnen und Tunesier, die in der Schweiz um Asyl bitten, mit finanziellen Anreizen zur raschen Rückkehr in ... mehr lesen 1
Tunesische Asylsuchende erhalten grosszügige finanzielle Anreize, wenn sie sich für eine Rückkehr in ihre Heimat entschliessen.
Die kommen wieder
Schnell in die CH Geld kassieren abreisen wiederkommen.

Ach noch ein paaren Bekannten sagen wie dumm die Europäer sind, damit die das Nächstemal auch mitkommen.
Falscher Titel!
Der Titel müsste heissen:

Hallo Tunesier, macht mal ein bisschen Ferien in unserer schönen Schweiz und lasst Euch Eure Rückkehr durch die dummen Schweizer Steuerzahler vergolden!
Gemeinnützige internationale Hilfsorganisation
Plan ist ein unabhängiges Hilfswerk, das sich weltweit für benachteiligte Kinder und deren Familien stark macht.
«Menschen in Not unterstützen - das ist eine der wichtigsten Traditionen unseres Landes»
«Menschen in Not unterstützen - das ist eine der wichtigsten Traditionen ...
1. August  Laupen BE - Bundesrätin Simonetta Sommaruga hat anlässlich der Bundesfeier im bernischen Laupen an die humanitäre Tradition der Schweiz erinnert. Diese gehöre wie die Neutralität und die Unabhängigkeit zur Identität der Schweiz. 
Zahl steigt  Istanbul - Die Zahl der syrischen Flüchtlinge in der Türkei ist einem Zeitungsbericht zufolge auf ...  
Viele Syrer fliehen in die Türkei.
Fast 100'000 Flüchtlinge über das Mittelmeer nach Europa Genf - Seit Jahresanfang haben sich fast 100'000 Flüchtlinge auf den gefährlichen Weg nach ... 1
Viele der Flüchtlinge würden vor der Gewalt in Eritrea und Syrien fliehen, teilten das UNHCR mit. (Symbolbild)
UNHCR fordert Aufnahme weiterer Syrien-Flüchtlinge auf Genf - Im seit drei Jahren andauernden Bürgerkrieg in Syrien hat ...
Titel Forum Teaser
  • EdmondDantes1 aus Zürich 6
    moderne Naturwissenschaften - die 2 Seiten der Medaille Die Naturwissenschaft der vergangenen Jahrhunderte hat zweifellos ... Sa, 26.07.14 06:44
  • EdmondDantes1 aus Zürich 6
    Danke für die Einladung... Nett dass Sie sich gemeldet haben Herr Kyriacou. Keinschaf’s Analogie ... Fr, 25.07.14 04:52
  • keinschaf aus Wladiwostok 2511
    Warum nur dort? Warum müssen denn diese "Fachleute" ihre "Evidenzen" und vor allem die ... Di, 22.07.14 23:32
  • akyri aus Zürich 11
    Ans Denkfest kommen, EdmondDantes1 Sie fragen nach Fakten zur Evolution? Kommen Sie ans Denkfest und ... Di, 22.07.14 22:43
  • EdmondDantes1 aus Zürich 6
    Antwort an Buffy Hallo Buffy Da scheine ich mit meinem Kommentar „Die ... Do, 17.07.14 02:12
  • Buffy aus Frankfurt 2
    Kommentar - Edit Mein Kommentar bezog sich natürlich auf den Beitrag von EdmontDantes1. ... Mo, 14.07.14 18:00
  • Buffy aus Frankfurt 2
    KREATIONISTEN-ALARM Ich hoffe, dieser fehlleitende Beitrag wird zügig gelöscht. Er ... Mo, 14.07.14 17:54
  • EdmondDantes1 aus Zürich 6
    Die Evolutions-Religion Sie schreiben in der Einleitung zum Artikel den Satz "Die Richtigkeit ... Mo, 07.07.14 19:30
Andrea Frangi ist Professor für Baustatik und Konstruktion (Holzbau) an der ETH Zürich.
ETH-Zukunftsblog Neue Wege im nachhaltigen Holzbau Am ETH-Standort Hönggerberg entsteht derzeit das House of ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SA SO MO DI MI DO
Zürich 15°C 22°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen
Basel 14°C 21°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen
St.Gallen 16°C 24°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Bern 16°C 25°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen
Luzern 16°C 25°C leicht bewölkt, Gewitter, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Genf 17°C 25°C leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen
Lugano 19°C 24°C leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten