Keine Karriere-Diplomatin
E-Reader statt Papier - Schweizer US-Botschafterin legt Eid ab
publiziert: Dienstag, 3. Jun 2014 / 14:42 Uhr
Eid auf die Verfassung in elektonischer Form.
Eid auf die Verfassung in elektonischer Form.

Bern - Schon bei ihrem Amtsantritt macht sie von sich reden: Suzi LeVine, die neue US-Botschafterin in Bern, hat ihren Eid weder auf die Bibel noch auf eine gebundene Ausgabe der amerikanischen Verfassung geleistet. Ihre linke Hand lag bei der Zeremonie auf einem E-Reader.

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Dies machte in den sozialen Netzwerken schnell die Runde: Die US-Botschaft in London bezeichnete die Vereidigung auf Twitter als sehr zeitgemäss («very 21st century»). LeVine sei die erste US-Botschafterin, die ihren Eid auf ein elektronisches Gerät abgelegt habe.

Der E-Reader, den LeVines zwei Kinder bei der Vereidigung hielten, zeigte eine Kopie der amerikanischen Verfassung. Genau genommen war der 19. Verfassungszusatz (Amendment) zu sehen. Dieses wurde im Jahr 1920 zu der US-Verfassung hinzugefügt und garantiert Frauen das Recht abzustimmen. «Wie passend», schreibt die neue Botschafterin dazu auf Twitter.

Keine klassische Diplomatin

Suzan «Suzi» LeVine ist (gestern) Montag in Bern angekommen. Sie ist wie schon ihr Vorgänger Donald Beyer keine Diplomatin im klassischen Sinne. LeVine arbeitete unter anderem für Microsoft und den Reiseanbieter Expedia.

Zu der Botschafterstelle in Bern verhalf ihr, dass sie den US-Präsidenten Barack Obama in seinem Wahlkampf 2012 unterstützt hatte. Der Posten in Bern wird traditionell nicht an Karriere-Diplomaten vergeben, sondern vornehmlich an Personen, die den Präsidenten im Wahlkampf unterstützt hatten.

Drei Hauptgebiete

«Jetzt beginnt das Abenteuer tatsächlich», schrieb LeVine gestern auf Twitter. Bei ihrer Arbeit werde sie sich auf drei Hauptgebiete konzentrieren, sagte sie am Montag in einem Interview mit der «Tagesschau»: «Verstärkte Wirtschaftsbeziehungen, die Sicherheit und die gegenseitige Wertschätzung unserer Kulturen, Werte und Politik».

Angesprochen auf die bestehenden Spannungen zwischen der USA und der Schweiz, sagte sie im «Tagesschau»-Interview: «Sicher, es gibt Probleme. Ich bin da um zuzuhören, wie wir diese bewältigen können, um ein neues, gemeinsames Kapital aufzuschlagen.»

(bert/sda)

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