ECM-Chef Lauber entschuldigt sich bei Calmy-Rey
publiziert: Donnerstag, 3. Jul 2003 / 07:36 Uhr

Bern - Der Chef der Schweizer Minenhilfsorganisation ECM, Josef Lauber, hat sich bei Micheline Calmy-Rey entschuldigt. Die Organisation, gegen die Ermittlungen wegen Betrugs laufen, hatte mit einem Foto der Aussenministerin für Spenden geworben.

Bundesrätin Micheline Calmy-Rey. (Archiv)
Bundesrätin Micheline Calmy-Rey. (Archiv)
In einer hektischen Phase sei ein Fehler unterlaufen, schreibt Ensemble contre les Mines (ECM) in einem Communiqué. Calmy-Rey hatte das Foto und einen Text nicht ECM, sondern no mines des Zürcher Nationalrats Roland Wiederkehr zur Verfügung gestellt.

Das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hatte sich nicht nur am missbräuchlich verwendeten Foto gestossen sondern auch daran, dass der Text der Aussenministerin stark geändert worden war. Das EDA drohte deshalb am Dienstag mit rechtlichen Schritten.

ECM drohen weitere Probleme mit der Justiz: Seit Dienstag ermittelt die Basler Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Betrug und Spendenmissbrauch. Die ECM-Zentrale wurde durchsucht und ECM-Geschäftsführer Lauber befragt.

Lauber soll innerhalb von dreieinhalb Jahren Spenden von rund 6,18 Millionen Franken erhalten haben. Er habe nur 2 Prozent davon an MgM Deutschland überwiesen und somit nicht in Hilfsprojekte in Afrika investiert.

Lauber erklärte den geringen Spendenfluss bereits am Wochenende damit, dass sich die Organisation noch im Aufbau befindet. ECM habe über alle Erwartungen gut gearbeitet, sagte Lauber in der Sendung Rundschau. Bereits im nächsten Jahr werde die Organisation mit dem Einsatz von Millionenbeträgen gegen Minen beginnen können.

Lauber bot auch seinen Rücktritt an. Dies, sofern der Vorstand es wünscht, heisst es weiter. Gleichzeitig wies er die Vorwürfe der Muttergesellschaft MgM als diffamierend zurück.

(bsk/sda)

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