EDA-Spitzenbeamtin wird Botschafterin in Teheran
publiziert: Sonntag, 7. Sep 2008 / 10:04 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 7. Sep 2008 / 10:33 Uhr

Bern - Die Leiterin der Abteilung für Afrika und den Nahen Osten im EDA, Livia Leu Agosti, wird Botschafterin in Teheran. In einem Interview mit der «SonntagsZeitung» wertet sie den künftigen Job im Iran als ein Zeichen für die Gleichberechtigung der Frauen in einer Männerwelt.

Livia Leu Agosti wird neu die Botschaft in Teheran leiten.
Livia Leu Agosti wird neu die Botschaft in Teheran leiten.
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Leu Agosti bringt eine breite Erfahrung in der Thematik mit. Als Abteilungsleiterin der Politischen Abteilung II war sie im Team um Staatssekretär Michael Ambühl, das sich um den Atomstreit mit dem Iran kümmerte. Wie sie im Interview erklärte, habe man dort verschiedene Ideen entwickelt, «die es den Parteien ermöglichen könnten, sich an den Verhandlungstisch zu setzen».

Die Organisation der Genfer Gespräche am 19. Juni zwischen dem EU-Aussenbeaufragten Javier Solana, dem Chefunterhändler Irans bei den Nuklearverhandlungen, Said Dschalili, sowie US-Staatssekretär William Burns, wertete Leu Agosti als «erfreulichen Erfolg» für die Schweizer Bemühungen.

Ideen statt Vermittlung

Sie betonte, die Schweiz habe «keine Vermittlerrolle übernommen, sondern versucht, Ideen zu entwickeln, um den Dialog zwischen den sogenannten P5 1, also den ständigen Sicherheitsratsmitgliedern und Deutschland auf der einen und dem Iran auf der anderen Seite, in Gang zu bringen».

«Wir versuchten, Mittel und Wege zu finden, um es beiden Parteien ohne Gesichtsverlust zu ermöglichen, zu Gesprächen zusammenzukommen.» Für diese Bemühungen habe man von beiden Seiten Dank bekommen. Die Schweiz hatte bereits früher das sogannte «Swiss Paper» lanciert, dass dann von der EU modifiziert aufgenommen wurde.

Die 47-jährige Leu Agosti wird ihr Amt Ende 2008 übernehmen. Vorgänger ist Philippe Welti. Die Botschaft in Teheran vertritt auch die Interessen der USA und gilt deshalb als wichtiger diplomatischer Posten.

(tri/sda)

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Kopftuchpflicht und Gleichberechtigung
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