Terror-Bedrohung
EDA warnt vor Reisen nach Scharm el-Scheich
publiziert: Freitag, 28. Feb 2014 / 12:14 Uhr / aktualisiert: Freitag, 28. Feb 2014 / 16:01 Uhr
Das Risiko von Terroranschlägen bestehe gemäss EDA im ganzen Land. (Symbolbild)
Das Risiko von Terroranschlägen bestehe gemäss EDA im ganzen Land. (Symbolbild)

Bern - Das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) rät von Reisen auf die Sinai-Halbinsel ab. Es lägen «Hinweise auf eine konkrete terroristische Bedrohung gegen touristische Ziele» vor, schreibt das EDA auf seiner Webseite.

5 Meldungen im Zusammenhang
Weiterführende Links zur Meldung:

Reisehinweise Ägypten
Aktuelle Lagebeurteilung des EDA.
eda.admin.ch

Inbegriffen sind seit Donnerstag auch die Badedestinationen auf der Sinai-Halbinsel Dahab, Scharm el-Scheich und Nuweiba. In der Folge sagten die Reiseveranstalter TUI und Hotelplan ihre Ferien-Angebote nach Scharm el-Scheich ab. Reisen mit Abflug in den nächsten zwei Wochen könnten kostenlos umgebucht oder storniert werden, teilte die beiden Unternehmen mit.

TUI fliegt seine Gäste vor Ort wenn möglich bereits am Freitag nach Hause. Neben den regulären Flügen sei auch ein Sondercharter über Köln nach Basel-Mülhausen organisiert worden.

Mit Hotelplan befinden sich zur Zeit 148 Touristen in Scharm el-Scheich. Die meisten würden am Samstag nach Zürich geflogen, sagte Hotelplan-Sprecherin Prisca Huguenin auf Anfrage. Nur einige wenige Gäste hätten sich entschieden, auf eigene Verantwortung vor Ort zu bleiben. Der am Samstag geplante Flug von Zürich nach Scharm el-Scheich wurde abgesagt.

Auch die rund 50 Schweizer Gäste von Kuoni, die sich noch in Scharm el-Scheich befinden, werden bis am Sonntag in die Schweiz zurückgeflogen, wie Kuoni-Sprecher Julian Chan auf Anfrage sagte. Wie die beiden anderen Reiseveranstalter führten auch sie vorläufig keine Reisen in diesen ägyptischen Badeort mehr durch.

Air Berlin teilte am Freitag mit, sie habe bis 30. April sämtliche Flüge nach Scharm el-Scheich ausgesetzt. Easyjet fliegt wegen der sinkenden Nachfrage bereits seit Mitte Januar nicht von Genf in den Sinai.

Gemäss EDA besteht das Risiko von Terroranschlägen zwar im ganzen Land. Trotzdem könnten Touristendestinationen wie Kairo und Alexandria, der Badeort Hurghada auf der afrikanischen Festlandseite des Roten Meeres, die Region am Nil von Assuan bis Luxor sowie die Mittelmeerküste «grundsätzlich besucht werden».

Offensive der Armee

Am 16. Februar waren bei einem Anschlag auf einen Touristenbus am Grenzübergang Taba zwischen Israel und dem Sinai drei südkoreanische Reisende ums Leben gekommen. 30 Fahrgäste wurden verletzt. Zu dem Angriff bekannte sich die Dschihadistengruppe Ansar Beit al-Makdess.

Sie drohte ausserdem mit weiteren Anschlägen auf alle Touristen in Ägypten. Es handelte sich um den ersten Anschlag auf Urlauber seit mehreren Jahren.

Seither hat die ägyptische Armee ihre Offensive gegen die Islamisten noch verstärkt. Am Freitag rückte sie mit einer grossen Zahl von Soldaten in deren Hochburgen vor. Nach Angaben von Augenzeugen zerstörten sie in mehreren Dörfern südlich der Städte Rafah, Scheich Suweid und Al-Arisch Hütten und Häuser mutmasslicher Terroristen.

Aus Sicherheitskreisen hiess es, mehrere Verdächtige seien verhaftet worden. «Das ist eine Schlacht, das ist Krieg», sagte ein Augenzeuge. Bereits am Donnerstag waren sechs mutmassliche militante Islamisten im Nordsinai getötet worden. 14 Terrorverdächtige wurden festgenommen.

(bert/sda)

Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Kairo - Bei einem Überfall militanter ... mehr lesen
Brennpunkt Sinai
Unternehmenschef Thomas Stirnimann.
Glattbrugg ZH - Die politische Krise in Ägypten und der Konkurs der Airline Hello haben Hotelplan zugesetzt. Auch das Italien-Geschäft ist nach teuren Restrukturierungen nach wie vor ... mehr lesen
Kairo - Fünf Tage nach dem Rücktritt der ägyptischen Übergangsregierung ... mehr lesen 1
Der mächtige Militärchef Abdel Fattah al-Sisi bleibt Verteidigungsminister.
Kairo - Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen am dritten Jahrestag des ... mehr lesen 1
Bei den regierungskritischen Demonstranten handelte es sich vor allem um Anhänger des gestürzten islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi.
Da...
man in KSA zunehmend seine Investitionen in Ägypten in Gefahr sieht, geht das Touristenbombing nun in die nächste Runde. Damit erhofft man sich in KSA, dass keine Devisen mehr nach Ägypten kommen und so die ägyptische Armee geschwächt wird. Dadurch verarmt auch die Bevölkerung weiter und wird so in die Arme der durch KSA finanzierte Muslimbruderschaft getrieben.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Übung mit 500 Helfern  Mit einem simulierten Attentat im Stade de France ist am Dienstag ein Worst-Case-Szenario für die EM in Frankreich durchgespielt worden. mehr lesen 
Keine unabhängigen Informationen  Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ihre Offensive im Norden Syriens am Dienstag fortgesetzt. ... mehr lesen   1
Idlib wurde mindestens sieben Mal aus der Luft angegriffen.
Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck nahm an der Gedenkfeier teil.
Erster Weltkrieg  Hamburg - Zum 100. Jahrestag der Skagerrak-Schlacht haben Deutschland und Grossbritannien am Dienstag gemeinsam der tausenden Toten des grössten Seegefechts der Geschichte ... mehr lesen  
NATO-Generalsekretär hält Rede in Warschau  Warschau - NATO-Generalsekretär Stoltenberg sieht das Bündnis wenige Wochen vor dem Warschauer Gipfel vor grossen Herausforderungen. Einen neuen ... mehr lesen   1
Die NATO sei weiterhin an einem Dialog mit Russland interessiert.
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 13°C 27°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
Basel 15°C 29°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
St. Gallen 13°C 25°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
Bern 13°C 27°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Luzern 14°C 27°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt
Genf 16°C 28°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Lugano 18°C 27°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig vereinzelte Gewitter
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten