Kein Mittel um Suizid zu verhindern
EDU-Delegierte sind gegen die Waffeninitiative
publiziert: Samstag, 8. Jan 2011 / 14:08 Uhr / aktualisiert: Samstag, 8. Jan 2011 / 14:46 Uhr
Scharfschütze der Schweizer Armee.
Scharfschütze der Schweizer Armee.

Olten SO - Die Delegierten der Eidgenössisch-Demokratischen Union (EDU) sind gegen die Initiative «Ja zum Schutz vor Waffengewalt». Mit 54 zu 12 Stimmen haben sie am Samstag in Olten SO die Nein-Parole zur eidgenössischen Volksabstimmung vom 13. Februar beschlossen.

5 Meldungen im Zusammenhang
Um Selbstmorde zu verhindern, sei die Initiative kein geeignetes Mittel, schreibt die Partei in einer Mitteilung. Anstatt in eine «kollektive Sicherheitshysterie zu verfallen» sei es nützlicher, sich um die gefährdeten Menschen zu kümmern und ihnen neue Hoffnung zu geben.

Weiter würden die meisten Gewaltdelikte im Haushalt mit Messern und nicht mit Schusswaffen verübt. Bei Suiziden verwendeten die Betroffenen auch immer häufiger Medikamente und Gifte - und immer seltener Schusswaffen.

Weiter informierte die Parteileitung über den Stand der Wahlvorbereitungen. Die EDU will in mindestens neun Kantonen zu den Eidg. Wahlen im Oktober 2011 antreten. Ziel sei es, die Zahl der Sitze im Nationalrat von heute 1 auf 3 zu erhöhen.

(fkl/sda)

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239 Menschen starben 2008 durch Selbstmord.
Affekt-Selbstmord
Wie die meisten wissen bekommt man heute keine Armeemunition mehr nach Hause. Wie kann da jemand ein Affekt-Selbstmord machen, wenn er keine Munition hat ?
Weltweit
Sie haben recht, Herr Lang

Die meisten Toten weltweit gibt es durch Schusswaffen bis Gewehrgrösse.
Zum Beispiel in Darfur, Nigeria, Tunesien, Pakistan, Afganistan, Irak und Somalia etc.

Was hat das mit der Schweiz zu tun?
Sollen wir unsere Waffen abgeben, damit diese Bürgerkriege aufhören?

So argumentiert, müsste ich aufhören, zu duschen, weil die armen Menschen im Sahel zu wenig Wasser haben.

Zitat HeinrichFrei
"Wie aus einer Statistik die im „Small Arms Report“ publiziert wurde, gibt es einen deutlichen Zusammenhang zwischen der Anzahl von Schusswaffen in einem Land und der Anzahl von Todesfälle durch Feuerwaffen."

Dazu hab ich auch eine Statistik gefunden,

"Die Schweiz hat eine Suizidrate von 19 auf 100'000 Einwohner pro Jahr bei einer
Verfügbarkeit von Feuerwaffen in 35% aller Haushalte, in Oesterreich liegt die Suizidrate
ebenfalls bei 19 bei einer Verfügbarkeit von nur 9%, in Japan beträgt die Suizidrate hohe 27
bei einer Verfügbarkeit von NULL! "
In Ländern mit hoher Waffendichte wird in 64% aller Suizide eine Schusswaffe verwendet, in
Länder mit geringer Waffendichte in 31% aller Fälle. In der Schweiz liegt diese Rate bei
tiefen 21%!
In der Schweiz hat es in 35% aller Haushalte Schusswaffen, dennoch verwenden nur 21%
aller Selbstmörder eine Schusswaffe, auch Schusswaffenbesitzer wählen oft andere
Methoden!
"In der Schweiz wurde in den letzten Jahren mit dem Abbau der Armee auch die Anzahl
Armeewaffen halbiert - ohne Auswirkung auf die Suizidrate!
Die reduzierte Verfügbarkeit von Schusswaffen hat eindeutig keinen Einfluss auf eine
reduzierte Suizidrate!"

Wer sich wohler fühlt, wenn allen, die sich legal eine Waffe gekauft haben, diese wieder weggenommen wird, soll das so sagen.
Es ist bemühend, wie jetzt halbgare Argumente herbeigekarrt werden, damit sich jeder was daraus auswählen kann, um damit sein Bauchgefühl zu begründen.
Frei verfügbare Schusswaffen korrelieren mit Schusswaffentoten
Für ein Nein zu der Volksinitiative „Schutz vor Waffengewalt“ wird mit dem Argument plädiert, mit der Initiative komme es zu einem Verlust von Werten und Traditionen. Das angestrebte Ziel, einer verbesserten Sicherheit und einer gesenkten Suizidrate, sei mit diesem Volksbegehren auch nicht zu erreichen. Es wird argumentiert, wenn es heute einen Kampf zu führen gibt, dann ist es derjenige gegen die Verzweiflung, die gewisse Menschen dazu bringt, ihrem Leben ein Ende zu setzen, unabhängig von der Methode. Dazu ist zu sagen, Suizidprävention im psychologischen Sinn ist sicher sehr wichtig, da wäre viel zu tun. Mit Schusswaffen erfolgt ein Suizid aber sehr schnell. Es ist oft ein typischer Affekt-Selbstmord, oft in einer Depression oder nachdem zu viel Alkohol konsumiert wurde. Ohne eine Feuerwaffe in Griffnähe würde der Mensch sich die Sache vielleicht noch einmal überlegen.

Heute schon werden aus präventiven Gründen gefährliche Medikamente, mit denen man sich leicht umbringen kann, nur in kleinen Packungen abgeben. Auch Gifte und Sprengstoff sind nicht so leicht erhältlich, um Unglücken und Verbrechen vorzubeugen. Früher war Sprengstoff leichter zu beschaffen. Ich sehe jetzt noch die Verwüstungen die ein Sprengstoffanschlag im Hauptbahnhof von Zürich vor etwa 40 Jahren angerichtet hatte. Ein über seine Firma erboster Bauarbeiter hatte damals auf der Baustelle Sprengstoff mitgenommen und gegen Mitternacht in einem Schliessfach des Hauptbahnhofes Zürich zur Explosion gebracht. Die Explosion hinterliess riesige Schäden, aber zum Glück wurde niemand verletzt.

Die Schweizer Diplomatie ist bei der UNO in New York seit Jahren äussert aktiv um den illegalen Handel mit Kleinwaffen einzudämmen und zu kontrollieren. Das ist nötig, denn jährlich sterben weltweit mehr als 500'000 Menschen durch Gewehrkugeln von Kleinwaffen, jede Minute ein Mensch.

Peter Maurer, ein erfahrener Menschenrechts- und Friedensexperte, war in New York seit seiner Ernennung als Schweizer UNO-Botschafter, am 1. September 2004, sehr aktiv um eine Eindämmung der Kleinwaffen zu erreichen. Die Schweiz wirkte mit Peter Maurer in der Uno an vorderster Stelle mit, um die negativen Auswirkungen der unkontrollierten Verbreitung von Kleinwaffen und leichten Waffen auf die menschliche Sicherheit zu thematisieren und den unerlaubten Handel mit Kleinwaffen und leichten Waffen einzudämmen.

640 Millionen Kleinwaffen, Gewehre, Pistolen sind weltweit im Umlauf
Die Anzahl Kleinwaffen, Gewehre, Pistolen usw., die weltweit im Umlauf sind, wird auf 640 Millionen geschätzt. Weltweit wurden im Jahr 2004 16 Milliarden Einheiten Munition gefertigt und jährlich werden Hundertausende Menschen Opfer von Schusswaffen. 60% der Waffen, die weltweit im Umlauf sind, befinden sich in den Händen von Zivilisten. Furchtbares Leid wird mit diesen Gewehren und Pistolen angerichtet.

Wie aus einer Statistik die im „Small Arms Report“ publiziert wurde, gibt es einen deutlichen Zusammenhang zwischen der Anzahl von Schusswaffen in einem Land und der Anzahl von Todesfälle durch Feuerwaffen.

Die hohe Zahl von frei verfügbaren Schusswaffen korreliert auch in Finnland mit aussergewöhnlich vielen Schusswaffentoten, verursacht hauptsächlich von betrunkenen Männern. Eine Kampagne zur Ablieferung von illegalen Schusswaffen, ohne strafrechtliche Konsequenzen für die Besitzer, führte zu Abgabe von 40-60'000 Waffen, wie Unto Vesa, vom finnischen Tampere Peace Research Institute mich informierte.
Mörder?
Dann ist, nach ihrer Ansicht, jeder der eine Waffe besitzt ein Mörder? Dann können wir genauso Küchenmesser, Äxte, Knebel usw. ja sogar die Hände und Füsse verbieten, denn damit werden auch Mord und Totschlag verübt.

Es ist ja offensichtlich, dass sie Werbung betreiben für ihre Initiative, aber dazu gibt es andere Forums.
EDU ist für das Morden???
Wie kann die EDU mit christlichem Gedankengut das Morden gutheissen??? Ein JA zur Waffeninitiative rettet viele Menscheleben! Mit einem Befürworten des Waffenbesitzes im Privathaushalt ist die EDU, die sich bibelgläubig gibt, unglaubwürdig.
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