ESA: Rekord Ozon-Verlust über dem Südpol
publiziert: Montag, 2. Okt 2006 / 21:15 Uhr

Frascati - Über dem Südpol geht in diesem Jahr so viel schützendes Ozon verloren wie nie zuvor seit Beginn der Messungen.

Der Ozonverlust lässt sich mit tiefen Temperaturen erklären.
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Das teilte die Europäische Weltraumorganisation (ESA) in Frascati bei Rom mit. Die ESA misst sowohl die Grösse des Ozonlochs als auch seine Tiefe in der Ozonschicht. Aus der Kombination beider Werte ergibt sich für dieses Jahr ein Verlust um 40 Millionen Tonnen Ozon. Das sind eine Million Tonnen mehr als im bisherigen Rekordjahr 2000.

Das Ozonloch ist der ESA zufolge derzeit mit 28 Millionen Quadratkilometern etwa so gross wie die USA und Russland zusammen und hat damit fast die Ausmasse des Rekordlochs vor sechs Jahren erreicht, teilte die ESA mit. Die Tiefe des Lochs in der Ozonschicht erreiche Werte aus dem Jahr 1998.

Sehr tiefe Temperaturen

Ein solch signifikanter Ozonverlust setze sehr tiefe Temperaturen in der Stratosphäre kombiniert mit Sonnenlicht voraus, sagte der ESA- Experte Claus Zehner. Der extreme Ozonverlust in diesem Jahr lasse sich mit den Temperaturen über der Antarktis erklären, die so niedrig seien wie seit 1979 nicht mehr.

Die Ozonschicht filtert einen Grossteil der ultravioletten Strahlung aus, die beim Menschen unter anderem Hautkrebs verursachen kann. Die Ausdünnung der Schicht führen Experten unter anderem auf den Einsatz von Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) zurück.

Langsame Erholung

Auf Grund des Montreal-Protokolls zum Schutz der Ozonschicht von 1987 hat die weltweite FCKW-Produktion stark abgenommen. US-Klimaforscher hatten kürzlich festgestellt, dass sich die Ozonschicht über dem Südpol erholt, aber nur langsam und vor allem in niedrigeren Lagen der Atmosphäre. Sie gehen davon aus, dass das Ozonloch über der Antarktis nicht vor 2065 verschwinden wird.

(ht/sda)

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