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ETA will internationale Vermittler im Baskenland
publiziert: Sonntag, 19. Sep 2010 / 17:30 Uhr
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«Erklärung von Brüssel» fordert die ETA zu einer bedingungslosen und international überprüfbaren «Waffenruhe» auf. (Symbolbild)
«Erklärung von Brüssel» fordert die ETA zu einer bedingungslosen und international überprüfbaren «Waffenruhe» auf. (Symbolbild)

Bilbao - Knapp zwei Wochen nach der Erklärung einer «Waffenruhe» hat die ETA sich für die Einschaltung internationaler Vermittler im Baskenland ausgesprochen. Die Terror-Organisation rief die internationale Gemeinschaft auf, sich für einen neuen Friedensprozess zu engagieren.

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Dies geht aus einer Erklärung hervor, welche die ETA an die baskische Zeitung «Gara» geschickt hat. Wie das Blatt am Sonntag berichtete, ging die Organisation damit auf die Initiative einer Gruppe von Prominenten ein, die im März eine «Erklärung von Brüssel» verabschiedet hatten.

Zu den 19 Unterzeichnern gehörten vier Friedensnobelpreisträger, darunter der südafrikanische Ex-Präsident Frederik Willem de Klerk und Bischof Desmond Tutu.

ETA Verhandlungsbereit

Die Gruppe hatte die ETA in ihrer Erklärung zu einer bedingungslosen und international überprüfbaren «Waffenruhe» aufgefordert.

Dieser Forderung war die Separatistenorganisation bei der Erklärung ihrer «Waffenruhe» vor knapp zwei Wochen jedoch nur zum Teil nachgekommen. In ihrem neuen Communiqué erklärte die ETA sich nun bereit, mit den Unterzeichnern der «Erklärung von Brüssel» Verhandlungen aufzunehmen.

Südafrikanische Initiative

Die internationale Initiative zu einer Beilegung des Konflikts im Baskenland war von dem südafrikanischen Anwalt Brian Currin ausgegangen, der bereits in Nordirland als Vermittler gewirkt hatte. Sie wird unter anderem von der Nelson-Mandela-Stiftung und der irischen Ex-Präsidentin Mary Robinson unterstützt.

Die spanische Regierung wies die neue ETA-Erklärung als unzureichend zurück. Madrid verlange von den Terroristen, dass sie definitiv die Waffen niederlegten, betonten Regierungskreise.

829 getötete Menschen

Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero hatte kürzlich erklärt: «Die Communiqués der ETA zählen nichts mehr. Das Einzige, was zählt, ist die Entscheidung, den bewaffneten Kampf ein für alle Mal aufzugeben.»

Seit Beginn des Kampfes für ein unabhängiges Baskenland im Norden von Spanien und im Süden Frankreichs vor 42 Jahren wurden 829 Menschen getötet. Die EU und die USA stufen die ETA als Terrororganisation ein.

(bang/sda)

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