Strafverfahren gegen Assistenzprofessor der ETH Zürich
ETH-Professor soll rassistische Internet-Site betrieben haben
publiziert: Mittwoch, 23. Feb 2000 / 17:54 Uhr

Zürich - Ein Assistenzprofessor und Institutsvorsteher der ETH Zürich steht unter dem Verdacht, mit seiner Homepage gegen das Antirassismusgesetz verstossen zu haben. Auf Grund einer Anzeige wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Die Homepage wurde gesperrt.

Die persönliche Homepage des Vorstehers des Instituts für Computersysteme an der ETH Zürich könnte die Antirassismus- Strafnorm verletzt haben, wie die zuständige Bezirksanwältin einen entsprechenden Bericht in der «Neuen Zürcher Zeitung» vom Mittwoch bestätigte. Das Strafverfahren gegen den ETH-Assistenzprofessor wurde eingeleitet, nachdem am Montag eine Strafanzeige bei der Bezirksanwaltschaft eingegangen war. Wer die Anzeige erstattet hat, war bei der zuständigen Bezirksanwältin nicht zu erfahren.

Links zu rassistischen Websites

Die inzwischen von der ETH-Schulleitung gesperrte Homepage beinhaltete einen Link, der über zwei Zwischenschritte zu neonazistischen, revisionistischen, antisemitischen und rassistischen Websites führte, wie die NZZ berichtete. Die Verlinkung konnte über eine pornographische Referenz oder eine Internetseite namens «stop the hate» hergestellt werden. Allein «stop the hate» offerierte Links zu rund 50 rassistischen Websites. Die problematischen Links sind inzwischen gelöscht worden, wie die ETH-Schulleitung am Mittwochnachmittag mitteilte.

Sanktionen werden geprüft

Der Assistenzprofessor habe mit seiner persönlichen Homepage ganz klar die Benutzungsordnung für Telematik an der ETH Zürich sowie die Dozentenverordnung verletzt. Die Schulleitung will jetzt prüfen, ob und welche Sanktionen gegen ihn ergriffen werden sollen.

Zur Diskussion stünden diverse disziplinarische Massnahmen - vom einfachen Verweis bis zur Entlassung - erklärte ETH-Sprecher Rolf Probala auf Anfrage. Zunächst müsse die Schwere des Vergehens sauber abgeklärt werden. Die Verwendung von ETH-Computern in Zusammenhang mit rassistischen und pornografischen Daten stelle einen schweren Missbrauch dar. Die Schulleitung hält unmissverständlich fest, dass sie neonazistische, rassistische und antisemitische Propaganda - in welcher Form auch immer - an der ETH nicht duldet.

Professor wollte angeblich Debatte auslösen

Gemäss Darstellung der NZZ habe der Assistenzprofessor mit seiner Homepage und den Links zeigen wollen, wie leicht Informationen mit problematischen Inhalten im Web zu finden seien, aber auch dass Verbote von Links letztlich der Meinungsfreiheit widersprächen und kontraproduktiv seien. Im Grund habe er eine ETH- interne Diskussion über das heikle Thema anregen wollen.

(sda)

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