Saubere Sache
ETH Spin-off löst Problem der schwarz angestellten Haushaltshilfen
publiziert: Freitag, 18. Mai 2012 / 15:19 Uhr / aktualisiert: Freitag, 18. Mai 2012 / 18:00 Uhr
Erfolgreiche Jungunternehmer: Daniel Moser (l.) und David Christen.
Erfolgreiche Jungunternehmer: Daniel Moser (l.) und David Christen.

«Bald klopft der Putzfrauen-Kontrolleur an die Tür». Mit dieser Drohung hat das SECO im Februar 2012 angekündigt, die Kontrollen der Arbeitsverhältnisse in Privathaushalten stark zu intensivieren.

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quitt.ch

Dank eines jungen ETH Spin-offs müssen sich Arbeitgeber in Zukunft keine Sorgen über bevorstehende Kontrollen machen. Mit dem neuen Internetservice quitt.ch der zwei Zürcher Jungunternehmer lassen sich alle Haushalthilfen (Putzfrauen, Babysitter, Pflegepersonal, etc?) schnell, einfach, papierlos und garantiert legal anstellen.

In 5 Minuten zum erstklassigen Arbeitgeber werden

Einmal in 5 Minuten anmelden, den Rest erledigt das junge Team von quitt.ch. Ab sofort müssen Hausangestellte nicht mehr auf den Versicherungsschutz und auf AHV-Leistungen verzichten, weil die privaten Arbeitgeber den Papierkram für die Anmeldung und Abrechnung scheuen.

Wie gut dieses praktische System bei den Arbeitgebern/Haushalten ankommt, zeigt sich in der Westschweiz. Dort bieten die Kantone mit «Service-Checks» eine ähnliche Lösung an. Seither ist die Schwarzarbeit merklich zurückgegangen.

Über «Service-Checks» werden Lohnsummen von jährlich 50 Mio. Franken abgerechnet. Das entspricht 7 Millionen Franken an Beiträgen für die Sozialversicherungen. Bekannte Politiker haben in mehreren Vorstössen gefordert, der Bundesrat möge dafür sorgen, dass das im Welschland erfolgreiche System auch in der Deutschschweiz eingeführt wird. Doch Bundesrat und Kantone lassen sich Zeit. Gehandelt haben hingegen die zwei jungen Zürcher.

quitt.ch bietet sogar deutlich mehr als «Service-Checks»: Komplett papierlose Abwicklung, Stundenverwaltung, Lohnzahlungen, Ausstellung aller Dokumente wie Arbeitsvertrag, Lohnausweis und monatliche Lohnabrechnung. Und dies alles komplett online und für die gesamte Deutschschweiz. Beide Services kosten etwa gleich viel. Beispiel: Für eine Putzfrau, die 2 Stunden pro Woche arbeitet, zahlt man Fr. 150.- im Jahr.

Ab sofort gibt es keinen guten Grund mehr, die eigene Haushalthilfe schwarz anzustellen.

(li/pd)

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