BSE-Risiko: Bessere Einstufung der Schweiz durch EU-Ausschuss
EU-Ausschuss: Weniger BSE-Risiko in der Schweiz
publiziert: Mittwoch, 31. Mai 2000 / 17:55 Uhr

Brüssel/Bern - Das BSE-Risiko in der Schweiz ist von einem Expertenausschuss der EU nicht höher als in vielen andern Ländern Europas eingeschätzt worden. Dies könnte einen Fortschritt im Hinblick auf Importsperren gegen Schweizer Rindfleisch bedeuten.

Der wissenschaftliche Lenkungsausschuss der Europäischen Union (EU) hat die BSE-Situation in verschiedenen Ländern untersucht. Eine vorläufige Beurteilung wurde am Mittwoch im Internet veröffentlicht. Das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) zeigte sich mit der dabei vorgenommenen Einstufung der Schweiz einverstanden.

Entscheidsgrundlage
Laut Auskunft einer Sprecherin der EU-Kommission in Brüssel können zu dem Bericht nun Stellungnahmen abgegeben werden. Definitiv verabschieden wird der Lenkungsausschuss den Bericht Anfang Juli. Danach wird er der EU-Kommission als Entscheidsgrundlage für Massnahmen zum Risiko-Management dienen.
Der Ausschuss untersuchte in den EU-Mitgliedstaaten und einer Reihe von Drittländern das Infizierungs-Risiko von Rindern. Dabei teilte er die untersuchten Länder in vier Kategorien ein. Grundlage der Beurteilung war ein standardisiertes Dossier, das von den Ländern 1998 eingereicht worden war.

Schweiz gleich wie EU-Staaten
Die vier Kategorien reichen von «Risiko höchst unwahrscheinlich» (Kategorie I) über «Risiko unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen (II) und «Risiko wahrscheinlich, aber nicht bestätigt» oder «bestätigt, aber auf niedrigem Niveau» (III) bis zu «Risiko bestätigt, auf höherem Niveau» (IV).
In der vorläufigen Beurteilung wurde die Schweiz in der Kategorie III eingeteilt. Darin findet sich auch das Gros der EU- Staaten und mit Deutschland, Frankreich und Italien drei Nachbarländer der Schweiz. Einzig Österreich wurde von den Nachbarn in der Kategorie II mit günstigerer Beurteilung eingestuft.
Von den EU-Staaten gehören neben Österreich lediglich Finnland und Schweden zu dieser Kategorie. Dazu kommen Drittstaaten wie etwa Kanada oder die USA. Der Kategorie I mit höherem Risiko wurden hingegen ausschliesslich die EU-Länder Grossbritannien und Portugal zugewiesen.

Verhandlungen über Importsperren
Das BVET verweist in einer Mitteilung darauf, dass die EU- Experten die von der Schweiz bereitgestellten Informationen als von hoher Qualität bezeichnet hätten. Anerkannt worden sei auch das Überwachungsprogramm, bei dessen Weiterführung eine weitere Verringerung des BSE-Risikos in der Schweiz zu erwarten sei.
Laut dem Bundesamt ist die Einschätzung des EU-Ausschusses eine wertvolle Basis für weitere Verhandlungen mit Ländern, die Importsperren gegen Schweizer Rindfleisch aufrechterhalten. Weltweit gelten in 40 Staaten unterschiedliche Restriktionen gegen Schweizer Importe.
Laut BVET-Sprecher Heinz K. Müller begrenzen oder verbieten auch die meisten EU-Staaten Schweizer Rindfleisch-Importe. 1999 waren von der Schweiz denn auch gerade noch elf Rinder exportiert worden, dies gegenüber 15 000 im Jahr 1995.

(sda)

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